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Aus der Stadt Hannover ist wieder Hansestadt
Hannover Aus der Stadt

Hannover: Hannover ist wieder Hansestadt

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12:56 12.07.2019
Wie in dieser Montage wird es nicht kommen: Ortsschilder, Briefbögen und Autokennzeichen bleiben unverändert. Quelle: HAZ
Hannover

Heringshandel und der Kampf gegen Piraten spielen auf der kommunalen Agenda heute eher eine untergeordnete Rolle. Und doch ist Hannover jetzt wieder Hansestadt. Die Delegiertenversammlung der 1980 neu begründeten Hanse hat beim Internationalen Hansetag im russischen Pskow offiziell die Aufnahme Hannovers in den Städtebund beschlossen. Die konkreten Auswirkungen halten sich allerdings eher in Grenzen: „Hannover wird den Titel Hansestadt nicht führen“, sagt Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Autokennzeichen, Ortsschilder oder Briefbögen bleiben also unverändert.

„Der Städtebund freut sich, mit Hannover eine bedeutende große Hansestadt in der Hansefamilie begrüßen zu können“, sagt gleichwohl der sogenannte Vormann der neuen Hanse, Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau. Er hoffe auf Hannovers aktive Teilnahme beim Hansetag 2020 im westfälischen Brilon.

190 Hansestädte gibt es in Europa, die sich auf 16 Länder aufteilen. Ein Auswahl.

Ein vergessenes Kapitel

Der Rat hatte im Juli 2018 einstimmig beschlossen, den Beitritt zur neuen Hanse zu beantragen. Nach mittelalterlichem Vorbild will das Bündnis, dem mit Hannover nun 195 Städte in 16 Ländern angehören, die kulturelle Zusammenarbeit in Europa fördern, etwa beim Jugendaustausch. Es geht um Traditionspflege und internationale Kontakte. Den Antrag dazu hatte – ganz ironiefrei – die Satirepartei „Die Partei“ gestellt. Diese feiert die Nachricht aus der fernen Hansestadt Pskow nun begeistert: „Als kleine populistische Oppositionspartei freuen wir uns wahnsinnig über unseren ersten erfolgreichen Antrag“, sagt Fraktionschef Julian Klippert.

Tatsächlich besinnt sich Hannover damit auf ein fast vergessenes Kapitel seiner Stadtgeschichte: Zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert war die Stadt schon einmal Mitglied der Hanse. Kaufleute aus Hannover handelten mit Pelzen im russischen Nowgorod und exportierten im großen Stil Leinwand nach London. Um 1620 schied Hannover dann aus der Hanse aus, der mittelalterliche Städtebund befand sich damals schon im Niedergang. Seit der Neugründung 1980 stehen bei der Hanse weniger wirtschaftliche Interessen als vielmehr die Pflege einer grenzüberschreitenden Kulturgemeinschaft alter Mitgliedsstädte im Vordergrund.

Mitgliedschaft kostet 3000 Euro pro Jahr

So überschaubar die Folgen, so gering ist auch der Aufwand der Mitgliedschaft: Nach Auskunft der Stadt wird diese Hannover pro Jahr etwa 3000 Euro kosten, für Netzwerktreffen, Ausstellungen oder Veranstaltungen. Vielleicht wird Hannover auch einmal einen großen Hansetag ausrichten, bei dem Vertreter aller Mitgliedsstädte zusammenkommen. Doch bis dahin wird noch viel Wasser die Leine heruntergehen: Die Gastgeber für Hansetage sind bis 2039 bereits festgelegt.

Von Simon Benne

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