Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hauptzollamt Hannover nimmt 1,5 Milliarden Euro ein
Hannover Aus der Stadt Hauptzollamt Hannover nimmt 1,5 Milliarden Euro ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:14 04.04.2019
Das Hauptzollamt Hannover hat seine Jahresbilanz 2018 präsentiert. Quelle: dpa
Hannover

Das Hauptzollamt Hannover hat seine Bilanz für 2018 präsentiert. Die Beamten erzielten demnach im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro, den größten Anteil daran hatten die Einfuhrumsatzsteuer mit 591 und die Kraftfahrzeugsteuer mit 320 Millionen Euro. Ein Großteil des Geldes fließen an den Bund, ein weiterer Teil an die EU nach Brüssel. Doch auch Niedersachsen bekommt etwas ab: 8,7 Millionen Euro aus der Biersteuer werden an die Landeskasse abgeführt. 2017 lagen die Gesamteinnahmen noch bei 1,1 Milliarden Euro.

Das Einsatzgebiet der Zöllner ist vielseitig: Unter anderem kontrollierten die 650 Beamten im Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamtes Hannover mehr als 7100 Personen und 4500 Fahrzeuge. „Dabei gab es zahlreiche Beanstandungen“, sagt Sprecher Hans-Werner Vischer. Sichergestellt wurden 100.000 Zigaretten, 310 Kilogramm Tabak, 3,6 Kilogramm Marihuana, ein Kilogramm Amphetamine, 60 Waffen und verbotene Gegenstände. Außerdem nahmen die Zöllner vier Menschen fest und bearbeiteten 234 Vollstreckungsaufträge mit einer Summe von 52.000 Euro. Darüber hinaus erhoben die Kontrolleure in mehr als 200 Fällen insgesamt 13.000 Euro Kraftfahrzeugsteuer.

10 Millionen Euro Schaden durch Schwarzarbeit

Beim Thema Schwarzarbeit überprüften die Beamten 6300 Menschen und 1500 Arbeitgeber, daraus resultierten 3000 Straf- sowie 700 Bußgeldverfahren. Gerichte wiederum verhängten Strafbefehle und Urteile in einer Gesamthöhe von 700.000 Euro. „Illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug schädigen die Gemeinschaft“, sagt Vischer. „Deshalb ist es wichtig, dass der Staat entschlossen vorgeht.“ Bei einer Schadenssumme von zehn Millionen Euro ist das Ergebnis allerdings gering.

Der wachsende Internethandel wird auch beim Zoll spürbar. 2018 fertigten die Ermittler rund 54.000 Päckchen und Pakete ab, dabei stellten sie unter anderem Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen fest und entdeckten Fälschungen. Das Zollamt Hannover-Nord fertigte allein 26.500 Pakete aus Drittländern ab, „die beliebtesten Plagiate waren Textilien, Sportartikel und Uhren“, sagt Vischer.

Affenschädel und Antilopenhorn geschmuggelt

Am Flughafen Langenhagen wiederum entdecken die Beamten diese Sachen im Gepäck der Reisenden. So stoppten die Zöllner im August beispielsweise einen Koffer aus Namibia, in dem ein Affenschädel und ein Antilopenhorn lagen. Darüber hinaus stellten sie am Airport 120.000 Zigaretten und 71 Kilogramm Tabak sicher. Bei Bargeldkontrollen fanden die Beamten im Jahresverlauf insgesamt 400.000 Euro, die nicht angemeldet worden waren. Im Bereich der Luftfracht wurden 2018 insgesamt 3000 Plagiate aus dem Verkehr gezogen – darunter Kleidung, Schmuck und Technik.

Von Peer Hellerling

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für einige Hannoveraner wird das Wegbringen von Müll künftig bequemer. Denn in größeren Häusern wird der Müll künftig über Einwurfschächte unterirdisch entsorgt.

04.04.2019
Aus der Stadt Die tägliche Hannover-Glosse - Lüttje Lage: Schlechte Vorbilder

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen des Alltags. Heute: Schlechte Vorbilder

04.04.2019

2009 eröffnete das britische Unternehmen Aspria die Sport- und Spa-Anlage am sanierten Strandbad am Maschsee – und auch in den nächsten Jahren soll dort weiter investiert werden.

04.04.2019