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Aus der Stadt Stadt investiert 20 Millionen Euro in Erhalt der Herrenhäuser Gärten
Hannover Aus der Stadt Stadt investiert 20 Millionen Euro in Erhalt der Herrenhäuser Gärten
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00:16 26.03.2019
In die Herrenhäuser Gärten, Hannovers bedeutendste Sehenswürdigkeit, müssen 20 Millionen Euro investiert werden. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Die Herrenhäuser Gärten gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Hannovers – aber ihr Erhalt kostet in den kommenden Jahren viel Geld. Rund 20 Millionen Euro, so schätzt Gartendirektor Ronald Clark, müssen in den nächsten drei Jahren investiert werden. Mit dem Geld werden Bauwerke und Gartenbereiche instand gehalten, aber auch neue Gebäude errichtet, etwa das geplante Schmetterlingshaus im Berggarten. Die Investitionen verteilen sich auf 29 Einzelprojekte. „Wir müssen viele Mittel einsetzen, damit die historischen Gärten genauso bleiben, wie sie sind“, sagt Clark im Gespräch mit der HAZ.

Eines der teuersten Vorhaben ist die Sanierung der Wasserkunst. Sechs Millionen Euro hat die Stadt eingeplant, um das historische Pumpwerk an der Leine zu reparieren. Hochwasser verzögerte die Bauarbeiten immer wieder. Eigentlich sollte bereits im vergangenen Jahr alles fertig sein, jetzt hofft die Stadt, noch in diesem Jahr Führungen durch das Technik-Wunderwerk anbieten zu können.

Schauhaus soll Seerose und Schmetterlinge zeigen

Zu den größten Bauvorhaben zählt das neue Schauhaus im Berggarten. Das in die Jahre gekommene Kanarenhaus soll abgerissen und durch einen größeren Bau ersetzt werden. Kosten: Rund fünf Millionen Euro. Die Planungen haben bereits begonnen. Gezeigt werden zum einen die Pflanzen des Kanarenhauses, zum anderen will Clark eine gigantische Seerose mit dem klangvollen Namen Viktoria Regia ausstellen . In einem dritten Bereich sollen tropische Schmetterlinge umherflattern. Im vergangenen Jahr hatte eine Schmetterlingsausstellung in den alten Tropenhäusern alle Besucherrekorde gebrochen.

1,5 Millionen Euro verschlingt ein weiteres Gebäude im Berggarten. Das alte Toilettenhaus wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der nicht nur sanitäre Anlagen beherbergt, sondern auch einen Vortragsraum. Der kleine Saal soll Kindern als Unterrichtsraum dienen.

Pavillons im Großen Garten sind beschädigt

Eine ganze Reihe von Bauwerken muss dringend saniert werden, darunter die markanten Pavillons von Remy de la Fosse in den südlichen Ecken des Großen Gartens. Die beiden tempelartigen Bauwerke sind stark beschädigt, im südwestlichen Pavillon fault das Holz im Dachgebälk. Rund eine Million Euro kostet die Reparatur der beiden Gebäude.

Auf der Liste stehen noch viele kleine Vorhaben. So müssen die von Pilzen befallenen Buchsbaumhecken im Renaissancegarten entfernt werden. Die alte Buchsbaumsorte „blauer Heinz“ wird durch die wesentlich robustere eigene Sorte „Herrenhausen“ ersetzt. Am Moorweiher im Berggarten sind die Holzstege morsch und müssen ebenfalls erneuert werden.

Immer mehr ausländische Besucher

Gartendirektor Clark hofft, dass nach drei Jahren die Herrenhäuser Gärten wieder ihr gewohntes Gesicht zeigen und noch mehr Besucher anlocken. „Wir verzeichnen einen steigenden Anteil von ausländischen Gästen“, sagt Clark. Schon jetzt liege der Anteil bei mehr als 20 Prozent. Vor allem aus China, aber auch aus Frankreich, Großbritannien, den USA und Japan stammen die Besucher. „Die Gärten gehören nun einmal zu den Top-5 der historischen Gärten in Deutschland“, sagt Clark.

Von Andreas Schinkel

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