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Aus der Stadt Ausstellungen zu Gärten und Gorleben geplant
Hannover Aus der Stadt Ausstellungen zu Gärten und Gorleben geplant
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00:16 11.01.2019
„Ein Stück politischer Partizipation“: Museumsdirektor Thomas Schwark vor einem Gorleben-Protestplakat aus den Siebzigern. Quelle: Rainer-Droese
Hannover

Es ist ein Arbeiten unter erschwerten Bedingungen: Seit Monaten stützen Gerüste aus statischen Gründen die Decken im Historischen Museum ab; der Umbau der Dauerausstellung stockt, die Atmosphäre ist unwirtlich. „Im vergangenen Jahr hatten wir einen leichten Besucherrückgang zu verzeichnen“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark. Dabei habe allerdings auch der heiße Sommer eine Rolle gespielt.

Eine ursprünglich für 2018 geplante Ausstellung über Druckgrafik zu den Herrenhäuser Gärten wurde jedoch allein wegen der Gerüste verschoben. „Eine kuratorische Entscheidung“, sagt Ausstellungsmacher Andreas Urban. Die Schau setze ganz auf Ästhetik: „Es wäre den Besuchern gegenwärtig nicht zuzumuten, sie im Historischen Museum zu zeigen.“

Dies zeigt das Historische Museum 2019

Stattdessen soll „Herrenhausen und Europa – ein Gartennetzwerk“ jetzt vom 17. März an im Museum im Schloss Herrenhausen zu sehen sein. Die Ausstellung ist ein Highlight im Jahresprogramm für 2018, das die Museumsmacher jetzt im Historischen Museum vorgestellt haben. Sie zeigt, welchen Einfluss italienische oder französische Gärten auf die Gestaltung von Herrenhausen hatten.

Im Mittelpunkt stehen historische Grafiken, die der Sammler und Architekt Karl Albrecht Haupt bei Reisen durch ganz Europa zusammentrug. Vor seinem Tod im Jahr 1932 schenkte er die rund 16 000 Blätter der Technischen Informationsbibliothek (TIB), die den Schatz seither verwahrt. Experten der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim haben die teils fast 500 Jahre alten Papiere eigens für die Ausstellung konservatorisch behandelt.

Trecker aus Gorleben

Ein geschichtliches Ereignis ganz anderer Art steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Trecker nach Hannover“, die das Historische Museum vom 27. März an zeigt. Darin geht es um die Gorleben-Proteste vom März 1979. Damals formierte sich im Wendland massiver Protest gegen die Pläne von Ministerpräsident Ernst Albrecht, dort eine atomare Wiederaufbereitungsanlage und ein Atom-Endlager einzurichten. In einem langen Treck zogen etwa 500 Traktoren nach Hannover, am 31. März versammelten sich rund 100 000 Atomkraftgegner auf dem Klagesmarkt zur bis dato größten Anti-Atom-Demo in Deutschland. „Die Ausstellung zeigt, wie öffentlicher Protest zu einer Form der politischen Partizipation wurde“, sagt Museumsdirektor Schwark.

So begannen die Proteste gegen Gorleben

Vom 4. September an widmet sich eine Ausstellung mit dem tiefsinnigen Titel „Hannoverwandelt“ im Historischen Museum dann den Veränderungen der Stadt seit dem Ende des Krieges. Das Museum zeigt dazu Fotografien aus seinem rund zwei Millionen Bilder umfassenden Fundus, die sich mit dem Wandel der Stadtgesellschaft zwischen 1946 und 2016 beschäftigen. Es geht um den Queen-Besuch von 1965 ebenso wie um Bausünden der Siebziger, um Altstadtfest und Flohmarkt, U-Bahn-Bau und Expo. „Je näher man an die Gegenwart kommt, desto schwerer ist es zu erkennen, was Wesentlich war“, sagt Ausstellungsmacher Andreas Fahl.

Fester Bestandteil des Jahresprogramms sind neben zahlreichen Vorträgen und Führungen die Nacht der Museen am 15. Juni, dazu kommen Museumsfeste am 8. September und am 17. November. Unter der Überschrift „Weltkopfstand“ spricht HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt am 6. Februar um 18.30 Uhr im Museum mit dem früheren Außenminister Sigmar Gabriel. Und im Sommer geht das Museum auf die Straße: An verschiedenen Orten in Hannover präsentieren der Klangkünstler Lukas Dolphin und die Kulturvermittlerin Friederike Bill Klangkollagen zum Thema „Wie klingt Heimat?“. Draußen also, wo keine Gerüste den freien Blick verstellen.

Playmobil-Ausstellung wird verlängert

Sie ist ein Publikumsmagnet: Obwohl die Besucherzahlen im Historischen Museum 2018 leicht rückläufig waren, zog die aktuelle Ausstellung „Geschichte spielen mit Playmobil“ mehr als 30 000 Besucher an. „Wegen der großen Nachfrage haben wir sie bis zum 28. April verlängert“, sagt Museumsmitarbeiter Jan Willem Huntebrinker. Im Begleitprogramm dürfen Kinder und Erwachsene am 27. Januar selbst gestaltete Dioramen präsentieren. Am 28. April gibt es von 11.30 Uhr bis 15 Uhr einen Playmobil-Flohmarkt und eine Tauschbörse.

Von Simon Benne

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