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Aus der Stadt Intown will das Ihme-Zentrum verkaufen
Hannover Aus der Stadt Intown will das Ihme-Zentrum verkaufen
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00:20 10.03.2019
Das Ihme-Zentrum Quelle: Irving Villegas
Hannover

Der Investor Intown will überraschend das Ihme-Zentrum verkaufen. Zehn Monate, nachdem das Unternehmen weitreichende Verpflichtungen bei der Renovierung und Weiterentwicklung der Immobilie eingegangen war und diese seit Anfang des Jahres auch umsetzt, hat die Firma den Verkauf des Gebäudes eingeleitet. Das teilte nach Informationen der HAZ die Stadt Donnerstagabend Ratspolitikern mit.

Neben dem Ihme-Zentrum gehören Intown noch weitere Gebäude in Hannover – und auch deutschlandweit. Einige Beispiele.

Neuer Besitzer wird demnach ein Tochterunternehmen der Sapinda Holding, die Civitas Property Group. Über den Handel seien sich alle Parteien grundsätzlich einig, er werde voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen sein.Wie es nun im Ihme-Zentrum weitergeht, ist allerdings zunächst unklar. Die Luxemburger Civitas Property Group verspricht in einer Pressemitteilung, den Gebäudekomplex im Sinne aller Mieter und Eigentümer weiter zu entwickeln. Wie genau diese Entwicklung aussehen werde, teilte das Unternehmen nicht mit. Auch gibt die Firma keine klare Zusage, die Verpflichtungen einzuhalten, die der Voreigentümer eingegangen war.

Käufer ist die Civitas Property Group

Die Stadt begrüßt nach HAZ-Informationen, dass das Unternehmen weitere Investitionen angekündigt hat. Man freue sich darüber hinaus, dass die Civitas Property Group ihrerseits eine „positive und konstruktive Zusammenarbeit“ anstrebe. Wie diese aussehen könnte, bleibt aber zunächst unklar.

Seit zehn Jahren herrscht Stillstand im Ihme-Zentrum. Jetzt soll alles besser werden, verspricht der Haupteigentümer. Bilder vom Umbaustart – und die Projektionen, wie es einmal aussehen soll.

Die Stadt hatte das Unternehmen zu einer millionenschweren Sanierung des Gebäudekomplexes bewegt. Unter anderem soll im Erdgeschoss der düstere Eingangsbereich hell und freundlich gestaltet werden. Im Gegenzug hatte sich die Stadt verpflichtet, für 20 Jahre Ankermieter zu bleiben. Zudem musste Intown auf zwei Konten 2,4 Millionen Euro und 750.000 Euro für eventuelle Schadenersatzansprüche der Stadt hinterlegen. Diese werden fällig , wenn die Sanierung nicht termingerecht fertig wird. Alle Arbeiten sollten im September 2022 abgeschlossen sein.

Interview: So äußerte sich der Intown-Deutschland-Chef 2017 zum Ihme-Zentrum.

Was passiert mit dem ehemaligen Maritim-Hotel?

In der Ratspolitik gibt es Befürchtungen, dass Intown sich nun auch noch von seiner zweiten großen Immobilie in Hannover trennen könnte, dem ehemaligen Grand-Hotel Maritim gegenüber vom Neuen Rathaus. „Damit lässt sich nach dem, was man so hört, ein gutes Geschäft machen“, sagt ein Ratsmitglied. Das Gebäude am Friedrichswall hatte in den vergangen Jahren als Unterkunft für Flüchtlinge gedient und sollte nun saniert werden. Der Umbau sollte in diesem Jahr begonnen werden.

Wer ist die Civitas Property Group?

Die Civitas Property Group sitzt in Luxemburg und bezeichnet sich als „relevanter Bestandshalter für Wohnimmobilien in Deutschland“ sowie als „zuverlässig“ und „nachhaltig“. Man lege „größten Wert auf offenen Dialog sowie Transparenz“. In einer auf Englisch verfassten Pressemitteilung teilte das Unternehmen am Donnerstag mit, man sehe das Ihme-Zentrum als Investmentgelegenheit – und als Kandidaten für einen „Turnaround“.

Von Heiko Randermann

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