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Aus der Stadt Johanniter warnen vor Betreten der Eisflächen
Hannover Aus der Stadt Johanniter warnen vor Betreten der Eisflächen
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15:04 22.01.2019
Trügerischer Schein: Der Altwarmbüchener See ist zwar in weiten Teilen zugefroren, die Schicht ist aber noch viel zu dünn. Außerdem ist das Betreten grundsätzlich verboten. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Die Johanniter Niedersachsen/Bremen warnen davor, die dünnen Eisschichten der Gewässer zu betreten. Die wenigen Tage mit Minustemperaturen haben noch nicht ausgereicht, damit sich eine dicke Eisdecke bilden konnte. „Immer wieder unterschätzen Menschen die Einbruchgefahr“, sagt Sprecherin Frauke Engel. „Kommt es zu einem Eisunfall, besteht Lebensgefahr.“ Die Eisschicht auf Seen ist erst ab 15 Zentimetern tragfähig, bei Bächen und Flüssen sogar erst ab 20 Zentimetern. Die Dicke auf natürlichen Gewässern sei jedoch schwer einzuschätzen.

Der Maschsee beispielsweise friert derzeit zwar zu, verfügt aber weder über eine geschlossene noch über eine tragfähige Eisdecke. Er ist zudem der Einzige, der seitens der Stadt überprüft wird. „Auf anderen Seen der Stadt ist das Betreten ohnehin verboten“, sagt eine Sprecherin. Dass das Eis auf dem Maschsee auf kurze Sicht tragfähig wird, ist unwahrscheinlich. Zwar sind die Temperaturen nachts im Minusbereich, doch tagsüber ist es milder und zum Wochenende steigt das Thermometer wieder.

Knisternde und knackende Geräusche seien „ernste Alarmsignale“ für eine Bruchgefahr, sagt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen. Im eiskalten Wasser setze innerhalb von Minuten die Unterkühlung ein, die Folgen sind Kraftlosigkeit bis hin zu Bewusstlosigkeit und schließlich Kreislaufversagen. Enke: „Bereits nach drei bis vier Minuten versagen die Muskeln, sodass sich der Eingebrochene nicht über Wasser halten kann.“ Sollte man sich doch selbst retten können, empfiehlt der Johanniter, sich auf der dünnen Eisschicht vorsichtig robbend Richtung Ufer zu bewegen.

Sofort Notruf wählen

Ersthelfer wiederum sollten umgehend den Notruf 112 wählen und nicht sofort versuchen, selbst aufs Eis zu gehen und die Person zu retten. „Selbstschutz geht vor“, so Enke. Er rät stattdessen, die Person mittels eines langen Astes, einer Leiter oder eines Seils zu erreichen. An Land sollte der Eingebrochene schnellstmöglich die nasse Kleidung ausziehen und sich mit einer Decke sanft aufwärmen. „Warmer Tee hilft“, sagt Enke. Atmende Bewusstlose sollten in die stabile Seitenlage gebracht werden, bei Atemstillstand muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden.

Von Peer Hellerling

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