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Aus der Stadt Leichtathletiklegende Erika Fisch ist tot
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Hannover: Leichtathletin Erika Fisch ist tot

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18:18 12.11.2021
Stolz auf ein Leben für den Sport: Erika Claus-Fisch präsentierte Anfang des Jahrtausends ihre Trophäensammlung. Die junge Erika Fisch war eine der schnellsten Starterinnen der Welt.
Stolz auf ein Leben für den Sport: Erika Claus-Fisch präsentierte Anfang des Jahrtausends ihre Trophäensammlung. Die junge Erika Fisch war eine der schnellsten Starterinnen der Welt. Quelle: Oliver Seggers
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Es sind Attribute einer längst vergangenen Sportzeit. Mit Kameradschaft, Bescheidenheit und Zugewandtheit erwarb die Leichtathletin Erika Claus-Fisch Respekt und Sympathie. „Sie hatte für jeden ein offenes Ohr und ein freundliches Wort.“ So charakterisiert Walter Mahlendorf, Olympiasieger mit der deutschen Sprintstaffel 1960, die Klubkollegin von Hannover 96, die am Dienstag im Alter von 87 Jahren verstorben ist.

Hohe Wertschätzung für „Fischlein“

Die hohe Wertschätzung für „Fischlein“, so lautete der Spitzname der 1,57 großen Sportlerin, zeigte sich auch an ihrem 70. Geburtstag: Unter den Gratulanten waren Christa Stubnick, Gisela Köhler und Bärbel Meyer. Das Trio von Dynamo Ost-Berlin lief 1956 gemeinsam mit der Hannoveranerin in einer gesamtdeutschen Sprintstaffel Weltrekord. Internationale Medaillen gewann Claus-Fisch sechs Jahre später bei der Europameisterschaft in Belgrad – Silber über 4x100 Meter und Bronze über 80 Meter Hürden, dazu kamen 21 deutsche Meistertitel und diverse nationale Rekorde im Sprint, Hürdensprint, Weitsprung und Fünfkampf.

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Nach ihrer Sportkarriere arbeitete Claus-Fisch als Lehrerin. In ihren letzten Lebensjahren lebte sie aufgrund einer Parkinson-Erkrankung zurückgezogen in Garbsen. Die Erinnerung an diese großartige Sportlerin lebt weiter – im Leichtathletikstadion am Maschsee, das seit 2009 ihren Namen trägt. 

Von Carsten Schmidt