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Hannover: Lernen ohne Sitzenbleiben? Bündnis will neue IGS mitgestalten

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14:47 30.01.2020
Wie soll Schule laufen? In Hannover will ein Bündnis Neues ausprobieren. Quelle: dpa
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Hannover

Die Initiative für eine neue Modellschule in Hannover hat bisher mit ihrem Vorstoß in Ratspolitik und Verwaltung keinen Erfolg gehabt. Dennoch will das Bündnis aus Lehrern, Eltern, Schülern und Gewerkschaftern nicht lockerlassen. Die neue Hoffnung: Die Gruppe will ihre Ideen bei der Gründung der von der Stadt angedachten neuen Integrierten Gesamtschule einbringen.

Die Aktivisten vom Bündnis Schule der Kulturhauptstadt beklagen massive Probleme im aktuellen Schulsystem: frustrierte Schüler, die nach wenigen Jahren am Gymnasium scheitern und danach nur schwer wieder Tritt fassen sowie mangelnde Hilfe für Inklusionsschüler und Kinder aus Einwandererfamilien. Sie warnen vor abgehängten Stadtteilen, in denen Schüler wenig Bildungschancen bekämen.

Stabile Bindung zwischen Lehrer und Schüler

Den Initiatoren des Bündnisses schwebt eine Schule vor, die von der ersten bis zur zehnten Klasse reicht. „Wir können so zu Schülern eine langfristige Beziehung aufbauen und sie bis zum Abschluss begleiten“, glaubt Rudolf Kleine-Huster, didaktischer Leiter der IGS Kronsberg. In Hannover gibt es bisher nur sehr wenige Beispiele dafür. Weitere Ideen für eine staatliche Modellschule sind das Lernen ohne Sitzenbleiben, eine Abkehr vom 45-Minuten-Takt oder auch eine andere Architektur, die Lernen in verschieden großen Gruppen ermöglicht. Wissenschaftlich begleitet, könnten erfolgreiche Erfahrungen später auf andere Schulen übertragen werden.

„Warum sollte man nicht Lerntherapeuten, interkulturelle Bildungslotsen oder Logopäden an der Schule einsetzen?“, fragt Kleine-Huster. Viele Schüler bräuchten die zusätzliche Unterstützung solcher Profis. Vorstellbar sei auch die Zusammenarbeit mit Handwerksmeistern, die praktische Fähigkeiten vermitteln. „Andere Städte leisten sich Modellschulen, die Impulse setzen. Warum nicht auch Hannover?“

Die Bündnis-Leute schlagen vor, Ideen für eine Modellschule gemeinsam mit Experten von Stadt, Land, Handwerks- und Handelskammer, Kirchen, Politikern und Wissenschaftlern zu erarbeiten.

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