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Aus der Stadt Ludwig-Fresenius-Schulen ziehen an den Maschsee
Hannover Aus der Stadt Ludwig-Fresenius-Schulen ziehen an den Maschsee
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07:20 07.02.2019
Alle Freseniusschulen sind künftig unter einem Dach vereint, die ersten Abteilungen ziehen schon im Februar ein. Schul- und Standortleiterin Leonore Harms führt über die Baustelle. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Noch ist die neue Zentrale der Ludwig-Fresenius-Schulen am Maschsee Baustelle – aber schon in gut drei Wochen – ab Ende Februar – sollen hier die ersten Schüler lernen. Kosmetikerinnen, Ergo- und Physiotherapeuten genauso wie Altenpfleger, Elektro-, Medizin- und Umwelttechniker – die Schulen, die bislang auf vier Standorte in der Stadt (Joachimstraße, Stadtstraße, Landschaftsstraße und Marienstraße) verteilt sind, kommen an der Schützenallee unter ein Dach. „Endlich müssen Lehrer und Schüler nicht mehr pendeln“, sagt Standortleiterin Leonore Harms. Viele Pausen würden dadurch vertan, dass entweder die Dozenten oder die Schüler von einem Schulgebäude ins andere wechseln müssten.

100 Fresesius-Schulen in 30 Städten

Was heute unter dem Namen Ludwig-Fresenius-Schulen läuft, gehörte früher zu den Wolfgang-Blindow-Schulen. Die Fresenius-Schulen bieten Aus- und Weiterbildungen an bundesweit mehr als 100 Standorten in 30 Städten. In Niedersachsen unter anderem noch in Celle, Leer, Melle bei Osnabrück, Oldenburg, Stadthagen und Weyhe.

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Ende Februar ziehen die ersten Schüler in die neue Zentrale der Ludwig-Fresenius-Schulen an den Maschsee.

Das neue, 3300 Quadratmeter große Gebäude am Maschsee in Hannover bietet viel Platz: Schülerteams können in hellen, modernen Räumen an zwölf Liegen gleichzeitig Massage- oder Gesichtsbehandlungen lernen. Im Untergeschoss gibt es einen großen Gymnastiksaal, auch eine Cafeteria ist geplant, im lichtdurchfluteten Foyer werden später die Zeugnisse überreicht werden. Von den insgesamt 460 Schülern werden die ersten 220 Ende Februar einziehen, die übrigen dann im März. Ab April werde der volle Schulbetrieb mit 80 bis 100 Dozenten hier laufen, sagt Harms. Unterricht ist zwischen 8 und 17.30 Uhr.

Schulgebäude ist barrierefrei

Das gesamte Gebäude ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich, für 180.000 Euro hat der private Schulbetreiber einen Fahrstuhl einbauen lassen. Für Schüler gibt es 45 Parkplätze, und von der Stadtbahnhaltestelle Döhrener Turm sind es gerade einmal sieben Minuten Fußweg.

Weil in dem Gebäude früher zunächst vor allem Büros untergebracht waren, musste Fresenius erst mal eine Nutzungsänderung beantragen und dann das Haus gemäß der Vorgaben der Landesschulbehörde einrichten. Sehr viel Geld hätten Fresenius und der Vermieter in den Umbau investiert, sagt Christian Steege, Regionalleiter für die Bildungsregion Nord II bei den Ludwig-Fresenius-Schulen. Die Summe will er nicht nennen.

Ergotherapeuten zahlen Schulgeld, Altenpfleger nicht mehr

Die vollzeitschulischen Ausbildungen dauern zwischen zwei und drei Jahren, die Schulgeld rangiert von 130 Euro monatlich für eine Kosmetik-Schülerin bis zu 350 für einen angehenden Physiotherapeuten. Finanzhilfe vom Land – 240 Euro pro Schüler – gibt es für die therapeutischen Ausbildungsberufe in Niedersachsen nicht, in anderen Ländern sei das anders, sagt Steege. Nachdem das Schulgeld angehende Altenpfleger abgeschafft worden ist, wächst allerdings zunehmend auch der Ruf nach einer kostenlosen Ausbildung für Ergo- und Physiotherapeuten und Logopäden.

Standortleiterin Leonore Harms freut sich nicht nur über das schöne moderne Gebäude, sondern auch über die tolle Lage, Maschseeblick inklusive: „Das entspannt mich total.“

Am 7. Februar wird es zwischen 16.30 und 18 Uhr einen Informationstag in dem neuen Schulgebäude der Ludwig-Fresenius-Schulen in der Schützenallee 1 für Interessierte.

Von Saskia Döhner