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Aus der Stadt Topmarken-Showroom Vaund eröffnet in ehemaliger Esprit-Filiale
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Hannover: Marken-Showroom Vaund zieht in ehemalige Esprit-Filiale

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17:38 15.10.2019
Vaund soll am 30. November eröffnet werden. Verkauft werden hier nicht alltägliche Artikel, sondern vor allem technische Hightech-Marken. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Neues Geschäftsmodell in Toplage: In die ehemalige Esprit-Filiale an der Georgstraße zieht „Vaund“ – ein Laden, der eine Art Showroom für technische Premiummarken ist. Eröffnung ist am 30. November. „Nicht unbedingt der Verkauf, sondern die Beratung des Kunden steht im Fokus“, sagt Michael Volland (49), Gründer der Realtale GmbH, die den Laden betreibt. „Wir wollen den Kunden an die Marke binden, wo er das Produkt am Ende kauft, ob bei uns, im Internet oder bei Saturn, ist dann letztendlich egal.“

Hightech-Produkte werden inszeniert

Auf 750 Quadratmetern sollen rund 250 innovative Produkte von mehr als 100 Marken angeboten werden, etablierte Luxushersteller wie Jura (Kaffeeautomaten) oder Vonmählen (Kopfhörer) präsentieren sich dabei neben kleinen Start-ups: „Davon profitieren beide Seiten“, sagt Volland. Während Großkonzerne vermehrt eigene Stores einrichteten wie Apple, könnten sich gerade kleinere Firmen allein Ausstellungsräume in Toplagen nicht leisten. Bei Vaund werde jedes Produkt gleichberechtigt in Szene gesetzt, egal, ob es von einer Topmarke oder einem unbekannten Start-up stammt.

Michael Volland setzt auf das Modell Showroom. Quelle: privat

Der 49-Jährige, der in Göttingen wohnt, aber in Hannovers City im ersten Stock über dem Vaund-Showroom seine Firmenzentrale ansiedeln will, hat zuvor 20 Jahre als IT-Dienstleister den stationären Handel betreut. „Ich habe gesehen, wie das Internet dem Einzelhandel das Leben schwer macht.“

„Beratung ohne Verkaufsdruck“

Viele Geschäfte beklagen, dass Verbraucher sich zwar von ihnen beraten lassen, am Ende aber dann online einkaufen. Vaund macht gerade die Beratung zur Geschäftsmodell, und das nicht nur für eine Marke. Volland sieht sich nicht als Konkurrenz zum Einzelhandel, spricht – im Gegenteil – von „Kooperation und Partnerschaft“. Die Idee zu seinem Geschäftsmodell habe sich durch eine jüngste USA-Reise noch einmal manifestiert, erzählt er.

Nicht Kleidung oder Schuhe, sondern innovative Hightechprodukte wie ein E-Skateboard oder ein Moped, das mit Strom statt mit Benzin fährt, Autos oder handygesteuerte Kaffeemaschinen. Der Name Vaund kommt vom englischen Found, das gefunden, aber auch gegründet heißt.

Auch Visionen sollen gezeigt werden

„Wir wollen auch das zeigen, was es noch gar nicht gibt, was es vielleicht auch nie geben wird“, sagt Volland. Es gehe darum, Visionen aufzuzeigen, Dinge, woran Firmen forschten. Bei Vaund soll man das finden, was bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin als Neuheit angepriesen wird. Das muss nicht unbedingt etwas sein, das sich auch mit Händen greifen lässt, es können auch Smarthome-Lösungen sein.

Das Sortiment werde häufig wechseln, sagt Volland. Manche Objekte seien saisonabhängig, hinzu kämen immer wieder weitere Neuheiten, die man auch mit Großevents vorstellen könne. „Wir sind alles andere als Mainstream“, sagt der 49-Jährige. Zielgruppe seien die Käufer von technischen Premiumprodukten.

Vaund-Shop sucht noch Mitarbeiter

Der Vaund-Shop in Hannover soll nicht der einzige bleiben. Auch in Hamburg soll bald ein Premiummarken-Showroom eröffnen. In der Vaund-Zentrale arbeiten neun Beschäftigte, im Showroom bislang 15 Berater. „Wir suchen noch weitere Berater, in Vollzeit, Teilzeit, als Feste oder Freie“, sagt Volland, „es müssten nicht unbedingt ausgebildete Einzelhandeskaufleute sein, Hauptsache, sie kommen authentisch rüber und stellen den Kunden in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.“

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