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Aus der Stadt Neue Tafel informiert über die Mergelgrube
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Hannover-Misburg: Neue Tafel informiert über die Mergelgrube

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16:24 23.08.2019
Machen sich für Naturschutz und Naturerholung im Gebiet Mergelgrube stark: Stefan Rüter (links) und Dieter Nußbaum weihen die Informationstafel ein. Quelle: Michael Wallmüller
Misburg

Ab sofort können sich Besucher selbstständig über die Geschichte und Entwicklung des Naturschutzgebiets Mergelgrube in Misburg informieren: Am Aussichtscontainer wurde eine neue Informationstafel aufgestellt. Stefan Rüter vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Stadt und Dieter Nußbaum, ehemaliger Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt und externer Experte, haben gemeinsam die Tafel erstellt und betreuen das Gebiet um die Misburger Mergelgrube. Die Kosten für das neue Informationsschild betragen rund 2000 Euro. „Wir wollen die Bekanntheit der Mergelgrube erhöhen und gleichzeitig die Natur erhalten und entfalten“, sagt Rüter. Die Grube stellt für Experten ein besonderes ökologisches Refugium mit anspruchsvollem Tier- und Pflanzenspektrum dar. Für das Stadtgebiet Hannover ist sie einzigartig.

Rund 180 Pflanzenarten

Der Name der Grube kommt vom Rohstoff Mergel, der wichtig für die Herstellung von Zement ist. Bis zum Jahr 1974 wurde der begehrte Mergel von der Hannoverschen Portland-Cementfabrik (HPC) in Misburg abgebaut. Von dem Mergelabbau kann man heute nichts mehr sehen. Doch das große Loch mit einem Durchmesser von rund 500 und einer Tiefe von 40 Metern bildet ein beeindruckendes Panorama und ist aus Naturschutzsicht bedeutend. Seit April 2018 ist das Projekt „Sekundäre Natur in der Mergelgrube Misburg“ sogar ein offizielles „Projekt der UN-Dekade biologische Vielfalt“. Auf der Informationstafel wird mit Bildern der Libellenart Vierfleck und der Bienen-Ragwurz-Pflanze auf die Artenvielfalt an Libellen und Orchideen hingewiesen. Bisher konnten ungefähr 180 Pflanzenarten in der Mergelgrube HPC I – so der offizielle Name – nachgewiesen werden, von denen etwa ein Viertel nach der „Roten Liste“ gefährdet ist. Außerdem brütet unter anderem der Uhu in dem Biotop, und die Gewässer stellen wertvolle Lebensräume für Amphibien dar.

Ein Problem ist die Müllentsorgung

Rüter und Nußbaum sehen sich in der Verantwortung, Naturschutz und Naturerholung im Gebiet Mergelgrube noch weiter zu verbessern. Ein Problem stellt nach wie vor die Müllentsorgung dar. Wenn Nußbaum interessierte Besucher durch das Gebiet führt, hat er immer einen Sack dabei, um Plastikmüll einzusammeln. Die neue Informationstafel soll auch bei der Müllvermeidung helfen, indem sie Besucher für die Schutzbedürftigkeit der einzigartigen Flora und Fauna sensibilisiert. Sie soll aber erst der Anfang sein. „Mit einer Naturstation und einem dauerhaften Mitarbeiter würden wir gern in Zukunft die Entwicklung der Mergelgrube voranbringen“, sagt Nußbaum.

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Von Jonas Hartwig

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