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Aus der Stadt Der neue Marstall-Brunnen sprudelt und leuchtet
Hannover Aus der Stadt Der neue Marstall-Brunnen sprudelt und leuchtet
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00:21 12.04.2019
Der neue Brunnen auf dem Marstallplatz. Quelle: Conrad von Meding
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Hannover

Mit den Worten „Wasser marsch“ hat Hannovers Stadtbaurat Uwe Bodemann am Dienstagnachmittag den neuen Brunnen am Marstall in Betrieb genommen. Der ebenerdige Brunnen ist eine Art Wasserspiel mit zahlreichen kleinen Fontänen, die beleuchtet werden.

Fontänen verändern sich ständig

„Die Fontänen haben nie die gleiche Höhe, sie verändern sich immer wieder“, berichtete Bodemann zur Eröffnung. Grund dafür sei eine Computersteuerung, die die Höhe der Fontänen über den Tag immer verändere. Besonderer Clou sei die Beleuchtung, die ihre Wirkung vor allem in der Dunkelheit entfalten werde. „Die Architekten wollten als Beleuchtung grau-weiß, ich habe es mir bunt gewünscht“, sagte Bodemann. Und bunt ist es geworden. „Das passt ein bisschen zum benachbarten Vergnügungsviertel“, meinte der Stadtbaurat. Bodemann berichtete, dass er sich vor der Planung zahlreiche unterschiedliche Brunnen angeschaut habe. Die Hoffnung ist, dass die Anlage zu einen besonderen Anziehungspunkt für Touristen wird.

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Der neue Brunnen auf dem Marstallplatz soll eine weitere Touristenattraktion werden.

Bezirksbürgermeisterin Cornelia Kupsch ist sich sicher, dass der Brunnen an warmen Tagen zu einem Anziehungspunkt für Kinder wird. Und sie hofft, dass er zu einem Treffpunkt für alle Menschen wird. Allerdings fehlten noch ein paar Bänke, meinte sie.

Mittelpunkt des neuen Platzes

Der Brunnen hat rund 400.000 Euro gekostet. Die Anlage, deren Bau im September vorigen Jahres begonnen wurde, soll täglich von 11 bis 23 Uhr in Betrieb sein. Der Brunnen ist der Mittelpunkt des neu gestallten Marstallpatzes. Auf der einstigen Parkfläche sind unter anderem zwei Wohn- und Geschäftshäuser entstanden. Die Stadt erhofft sich von der Neugestaltung eine bessere Verbindung zwischen der City und der Altstadt. Außerdem sollen mehr Menschen zum Leineufer gelockt werden, welches derzeit umgestaltet wird.

Mit der Inbetriebnahme des Marstallbrunnens hat in Hannover die Brunnensaison begonnen. Nach und nach gehen jetzt auch die anderen Brunnen in der Stadt in Betrieb. Allerdings bleiben wegen Sanierungsarbeiten folgende Brunnen vorerst abgeschaltet: Tierbrunnen vor der Erlöserkirche (Linden-Süd), Klagesmarktbrunnen (Mitte) , Gänselieselbrunnen am Steintor (Mitte) und der Constructabrunnen (Südstadt).

Trinkwasserbrunnen sprudeln erst später

Die elf Trinkwasserbrunnen in Hannover (Am Bache, Osterleyplatz, Fiedelerplatz, Bonifatiusplatz, Planuener Straße, Sallplatz, Am Küchengarten/Ecke Haasemannstraße, Velveststraße und Davenstedter Markt) gehen, wie son in den vergangenen Jahren erst nach Ende der Eisheiligen (11. bis 15. Mai) in Betrieb.

Unterdessen gehen nur ein paar Meter weiter die im Herbst unterbrochenen Arbeiten an Hohen Ufer weiter. Wie schon im ersten Teil soll auch der Bereich zwischen Marstall und Goethestraße zu einer schicken Baumallee zum Flanieren umgestaltet werden. Die Stadt hat für diesen Bauabschnitt rund zwei Millionen Euro eingeplant, insgesamt wird die Neugestaltung des Bereichs an der Leine bis zu sechs Millionen Euro kosten.

Freitreppe zur Leine wird Höhepunkt

Höhepunkt des zweiten Bauabschnitts ist eine breite Freitreppe Richtung Leine. Im vergangenen Herbst hatte die Stadt die Fertigstellung dieses Bauabschnitts zunächst verschoben, weil dem Rathaus die Angebote der Baufirmen zu teuer waren. Der derzeit laufende Bauabschnitt soll bis zum Jahresende fertig sein. „Schon jetzt kann man sehen, dass das hohe Ufer von den Menschen angenommen wird“, sagte Bodemann.

Von Mathias Klein

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