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Aus der Stadt Bauarbeiten im Vitalquartier: Grundwasserpegel soll ab November wieder steigen
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Hannover-Mittelfeld: Bauarbeiten im Vitalquartier: Grundwasserpegel soll ab November wieder steigen

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19:35 05.09.2019
Für den Bau der ersten Tiefgarage auf dem Gelände des Baugebiets Vitalquartier muss der Grundwasserspiegel gesenkt werden. Quelle: Michael Zgoll
Mittelfeld

Die Erschließung der geplanten Neubausiedlung Vitalquartier in Mittelfeld schreitet voran, eine erste Tiefgarage im Westen des Areals nahe Wülfeler und Paderborner Straße soll bis Ende Oktober fertig sein. Das erklärte Christoph Winkler von Mohrenfels, Geschäftsführer der Hanseatischen Immobilien Treuhand (HIT), in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel. Doch die mit dem Tiefgaragenbau verbundene Absenkung des Grundwasserspiegels, das wurde im Thurnithisaal des Freizeitheims Döhren deutlich, beunruhigt die Kleingärtner aus der Nachbarschaft und weckt bei Politikern Sorgen um den Bestand des nahen Seelhorster Forsts.

Noch fehlen Baugenehmigungen

„Wir wollten in diesem Jahr schon viel weiter sein“, gab Winkler von Mohrenfels zu. Immerhin liege inzwischen die Baugenehmigung für einen Komplex von 64 Mietwohnungen vor, die die Wohnungsgenossenschaft Heimkehr im Westen des Vitalquartiers errichtet. „Dieses Objekt wollen wir der Heimkehr im nächsten Jahr übergeben“, sagte der HIT-Geschäftsführer. Noch keine Baugenehmigungen lägen für Baufelder der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz, des Spar- und Bauvereins sowie des Wohnungsbauunternehmens Hanova vor.

„Die endgültige Fertigstellung des Vitalquartiers wird über 2021 hinausgehen“, kündigte Winkler von Mohrenfels an. Man wolle zunächst die Geschossbauten im mittleren und westlichen Teil des Geländes fertigstellen, bevor zum Schluss die Reihen- und Ensemblehäuser im östlichen Bereich am Annastift-Hochhaus hochgezogen werden. Immerhin sei die Erschließung der westlichen Flächen größtenteils abgeschlossen, dort habe man für Versorgungsleitungen bereits einen siebenstelligen Betrag verbaut. Die Planungen für das Vitalquartier hätten sich insoweit geändert, dass der Anteil der Mietwohnungen an den 380 Wohneinheiten etwas höher liegt als ursprünglich vorgesehen, ebenso wie der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen. Hinzu kommen einige unter der Obhut von Diakovere entstehende Gebäude und Einrichtungen.

Grundwasser hilft Bäumen

Im Zuge des Tiefgaragenbaus hatten sich Kleingärtner der benachbarten Kolonie an der Paderborner Straße beklagt, dass sie weniger Grundwasser als zuvor aus ihren Brunnen fördern können. „Wir mussten den Grundwasserspiegel für den Bau der Tiefgarage absenken, das war unausweichlich“, erläuterte der HIT-Geschäftsführer. Erschwerend sei hinzugekommen, dass das Grundwasser in diesem Bereich „fast mit dem Spaten zu erreichen“ sei, also generell sehr hoch stehe. Das bei der Absenkung geförderte Wasser, das durch eine Enteisungsanlage geschleust werden muss, werde aber nicht in die Kanalisation geleitet, sondern zur Bewässerung von Bäumen an der Paderborner Straße genutzt.

Laut Winkler von Mohrenfels wird der Baukörper der Tiefgarage schwer genug und ausreichend abgedichtet sein, sodass das Grundwasser ab Herbst wieder steigen kann. „Die Kleingärtner werden nicht dauerhaft betroffen sein, sie bekommen ihr Wasser wieder“, versicherte der Baumanager. Spätere Grundwasserabsenkungen für weitere Garagen und Keller würden aller Voraussicht nach weniger gravierend sein als das derzeitige Abpumpen. CDU-Bezirksratsherr Gerd Sommerkamp wollte wissen, ob der Seelhorster Wald aufgrund des niedrigeren Wasserpegels trockenfallen könne – doch diese Gefahr sieht der HIT-Geschäftsführer nicht.

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