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Aus der Stadt Stadt will illegale Nutzung des litauischen Pavillons unterbinden
Hannover Aus der Stadt

Hannover-Mittelfeld: Stadt will Kletterei im litauischen Pavillon auf dem Expo-Gelände unterbinden

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11:42 17.05.2019
Bei dem Feuer am Ostermontag 2019 kamen im früheren litauischen Pavillon keine Menschen zu Schaden. Quelle: Christian Elsner
Mittelfeld

 Jahrelang galt der frühere holländische Pavillon auf dem Expo-Gelände als Attraktion für Gefahrensucher, die das markante Bauwerk aus Beton und Baumstämmen bestiegen und verbotenerweise die wunderbare Aussicht von der obersten Plattform genossen. Doch nachdem dieses Bauwerk nach jahrelangen Bemühungen wirkungsvoll abgeriegelt worden war, erschlossen sich nach Erkenntnissen der SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel jugendliche Kletterer einen neuen Abenteuerspielplatz: den markanten, gelben Pavillon, der im Jahr 2000 von Litauen betrieben wurde. Auch illegale Partys wurden in der als „Staubsauger“ titulierten Halle schon gefeiert. Nun hatte Ostern ein Feuer große Teile des Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen – was für die Sozialdemokraten ein Anlass war, in der jüngsten Sitzung des Gremiums ein paar grundsätzliche Fragen zur Sicherheit auf dem ehemaligen Expo-Areal zu stellen.

Rettungskräfte gefährdet

Es sei nicht hinnehmbar, so die SPD-Fraktion, dass „auf dem Expo-Gelände immer wieder durch illegale Aktionen verantwortungsloser Akteure nicht nur diese selbst, sondern auch die im Gefahrenfall zum Eingreifen verpflichteten Mitglieder von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in größte Gefahr gebracht werden“. Ziel müsse es sein, alle leer stehenden Pavillons der Weltausstellung sicherer zu machen und gefährliche Unfälle zu verhüten. Den litauischen Pavillon hätten Kletterer früher offenbar durch eine nicht gesicherte Dachluke betreten; nach dem Brand ist das Gebäude möglicherweise überhaupt nicht mehr standfest.

Nach Auskunft von Stadtbezirksmanager Sven Berger wurde der Eigentümer des litauischen Pavillons bereits mehrfach auf seine Verkehrssicherungspflichten aufmerksam gemacht. Leider sei „ein wirkungsvoller Zugriff“ erschwert, da dieser im Ausland wohne. Aufgrund der Anfrage der SPD habe die Verwaltung, so Berger, das Gebäude jüngst noch einmal in Augenschein genommen. Das Ergebnis dieser Begehung ist noch nicht bekannt, soll dem Bezirksrat aber so schnell wie möglich übermittelt werden.

Von Michael Zgoll

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