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Aus der Stadt Stadt kauft Häuser am Mühlenberg: Das sagen die Anwohner
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Hannover-Mühlenberg: Anwohner hoffen auf Besserung am Canarisweg

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17:28 30.10.2019
In der Hochhaussiedlung am Canarisweg gibt es viele Missstände – könnte ein Kauf von Wohnungen durch die kommunale Tochtergesellschaft Hanova daran etwas ändern? Quelle: Manuel Behrens (Archiv)
Hannover

Die Hochhäuser am Canarisweg in Mühlenberg gelten als Problemsiedlung: Die Gebäude sind in einem schlechten Zustand, auf den Straßen liegt Müll. Nach Informationen der HAZ will die städtische Immobilientochter Hanova 220 Mühlenberger Wohnungen von der privaten Gesellschaft Vonovia kaufen. Macht das alles besser? Bezirksbürgermeister Andreas Markurth hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Ein Kauf der Wohnungen durch die Stadt würde er begrüßen. „Mir geht es darum, am Canarisweg gute Verhältnisse herzustellen“, erklärt er. Da fände er diesen Schritt sehr konstruktiv.

Markurth verspricht sich größere Einflussnahmemöglichkeiten der Politik und hofft darauf, dass mehr Ansprechpartner für die Bewohner zur Verfügung stehen – etwa wenn wieder Müll herumliege.

Anwohnerin wünscht sich mehr Sauberkeit

Maria Zajim kennt das Problem. Sie ist erst vor Kurzem nach Mühlenberg gezogen und findet, dass es besser sei, wenn der Stadt die Wohnungen gehörten. Es gäbe viel Dreck im Treppenhaus, und der Fahrstuhl sei immer verschmutzt. „Der Hausmeister macht da wirklich gar nichts“, sagt Zajim. Sie wünsche sich einfach mehr Sauberkeit in den Hochhäusern.

Kioskbetreiber freut sich über Verbesserungen

Kheri Abo Kamiran betreibt den Kiosk Canarisweg und grüßt seine Kunden herzlich. Er wohne nicht hier, dennoch freue es ihn, dass die Stadt dort etwas verbessern wolle. „Ich liebe das hier“, doch es gäbe auch viele Probleme. Abends etwa spielten manche Nachbarn laute Musik, und es gäbe zu viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen seien.

Mehr Ordnung am Canarisweg

Jugendliche beschweren sich über zu viel Müll am Canarisweg. Quelle: Alina Stillahn

„Was kann man machen: gar nichts“, sagt ein 18-jähriger Anwohner achselzuckend. Er fände es gut, wenn es etwas ordentlicher wäre. Ein anderer Jugendlicher zeigt auf alte Sofas, die am Wegesrand gestapelt sind. Die Leute ließen ihren Müll einfach da – und es gäbe auch viel Kriminalität.

„Bei uns brennt einmal die Woche der Fahrstuhl“

Klaus Dieter Brockmann würde sich über günstigere Wohnungen freuen. Doch er bezweifelt, dass ein Kauf durch die Stadt etwas an den Zuständen im Viertel ändern kann. Quelle: Alina Stillahn

Klaus Dieter Brockmann geht gerade mit dem Hund einer Nachbarin spazieren. Er hat es eilig, denn er muss gleich zur Arbeit. Er fände es begrüßenswert, wenn mehr Wohnungen in städtischer Hand seien. „Das ist vernünftig, wenn es Sozialwohnungen oder bezahlbare Wohnungen werden.“ Ob das auch etwas im Viertel verbessern könnte? „Ich glaube weniger.“ Die Leute würden trotzdem noch den Müll vom Balkon werfen.

„Bei uns im Haus etwa brennt einmal in der Woche der Fahrstuhl.“ Brockmann glaubt, dass Jugendliche zündelten und herumliegende Zeitungen in Brand steckten. Das sei gerade für die Älteren ein Problem, die könnten ohne Aufzug nicht mehr einkaufen gehen.

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Von Alina Stillahn

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