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Aus der Stadt NPD-Kundgebung unter lautstarkem Protest
Hannover Aus der Stadt NPD-Kundgebung unter lautstarkem Protest
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00:17 23.04.2019
Zusammen mit dem Bundesvizevorsitzenden Ronny Zasowk kamen gerade einmal 15 NPD-Anhänger nach Hannover. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Mitglieder der rechtsextremen NPD haben am Sonnabend auf dem Georgsplatz in Hannover ihre Kundgebung zur Europawahl unter massivem Polizeiaufgebot abgehalten. Während die Partei etwa 15 Angehörige selbst mitbrachte, standen ihnen auf der anderen Straßenseite rund 160 Protestler aus der linken Szene, der Grünen Jugend, der Jusos und der SPD gegenüber. Nur echte Zuhörer gab es keine, die der Kundgebung voller rechter Parolen folgen wollten. Die Kundgebung im Rahmen einer Tour durch Niedersachsen mit vier Stationen startete gegen 13.30 Uhr und dauerte eine Stunde. Das Datum war bewusst gewählt: Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 geboren.

NPD kündigt Demo an

Ronny Zasowk, stellvertretender NPD-Parteivorsitzender und auf Listenplatz zwei für die Europawahl, sprach von „afrikanischen Drogendealern an deutschen Schulen“ und bezeichnete alle EU-Parlamentarier jenseits des rechten Spektrums als „Volksverräter“. Dem Ganzen könne nur die NPD Einhalt gebieten. Laut Sebastian Weigler, NPD-Landesvorsitzender in Niedersachsen, verschwende Deutschland sein „biologisches Potenzial“, weil der Nachwuchs „in morbiden und realitätsfernen Einrichtungen“ unterrichtet werde. Die NPD setze sich für eine „klare Stärkung der weißen europäischen Familie“ ein. Zum Abschluss rief die Partei zur Demonstration „Hol dir deine Stadt zurück“ am 23. November in Hannover auf. Es werde eine Aktion, „die ein Feuer entfachen wird“.

Auf der Gegenseite protestierten laut Polizei rund 160 Menschen gegen die rechtsextreme Kundgebung. Quelle: Clemens Heidrich

Lautstarker Protest gegen Rechts

Abgesehen von kleineren Wortgefechten zwischen Polizei und Gegendemonstranten blieb die NPD-Kundgebung friedlich. Die Protestler riefen unter anderem „Es gibt keinen Platz für Nazi-Propaganda“ und „Ohne Verfassungsschutz wärt ihr nur zu dritt“ in Richtung der 15 Rechtsextremen. Um 14.30 Uhr baute die NPD ihr Rednerpult wieder ab und fuhr weiter nach Lüneburg. Einen zweiten lauten Protest gab es kurze Zeit später am Kröpcke: Dort hatte die AfD einen Infostand zur Europawahl aufgebaut. Während die Polizei die Parteiangehörigen vor den linken Demonstranten abschirmte, bauten diese ihren Tisch ab und verließen mit dem Auto den Kröpcke.

Von pah

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