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Aus der Stadt „Besser als nix“: Pocher wird Ehrensenator der Lindener Narren
Hannover Aus der Stadt „Besser als nix“: Pocher wird Ehrensenator der Lindener Narren
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19:50 17.02.2019
Bussi links und rechts: Oliver Pocher am Sonnabend in Ricklingen. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Es wird gebusselt, posiert und gelacht. Mit einem großen Schaulaufen auf dem roten Teppich beginnt am Sonnabend die große Gala-Schau der Lindener Narren. Hannovers vielleicht bekanntester Humor-Export Oliver Pocher empfängt im Freizeitheim Ricklingen gut gelaunt die Ehrensenatorwürde aus der Hand des Narren-Präsidenten Martin Argendorf. Unter den 420 Gästen waren auch in diesem Jahr viele prominente Gesichter der Stadtgesellschaft. Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe kam mit seiner neuen Lebensgefährtin Mahkameh Navabi, aber ohne seinen eigenen Ehrensenator-Orden. „Der ist mir kaputt gegangen, aber zum Glück habe ich noch den Gardeminister dabei“, sagt er. Sein Glück, dass es im Karneval an Orden nicht mangelt.

„Besser als nix“

„Ich nehme jeden Orden, alles besser als nix“, scherzt Stargast Pocher, der in Altwarmbüchen aufgewachsen ist. Mit seiner Freundin Amira Aly (in einem eher dezenten blauen Hosenanzug) verbringt Pocher den Abend neben Hannover-Concerts-Chef Nico Röger. Auf die Frage, wie Hannover und Humor überhaupt zusammengehen, flachst er: „Gerhard Schröder und Martin Kind haben ja auch Humor, wenn ich mir deren Aktionen angucke.“ Noch auf dem Weg zu seinem Platz wird der Komiker von den Models Heike Beckmann und Sandra Süß für ein Selfie abgefangen. „Die Zeit nehme ich mir“, sagt Pocher und hält sein Wort. Zeit für einen sonntäglichen Besuch in seiner alten Heimat hatte der nunmehr 50. Ehrensenator der Narren keine mitgebracht. Am Montag feiert er seinen 41. Geburtstag. Nach der Schau ging es gleich weiter nach Berlin.

Comedian Oliver Pocher, Neu-Ex-Kanzler-Gattin Soyeon Schröder-Kim und Bachelor-Kandidatin Christina Graß: Zur Karnevals-Gala der Lindener Narren kam viel Prominenz.

Gut gelaunt und mit großem Interesse verfolgt Soyeon Schröder-Kim, die neue Gattin des Ex-Kanzlers Schröder, die fast fünfstündige Galashow. Es ist ihre Karneval-Premiere. „Ich habe meine Freunde gefragt, ob ich mich verkleiden soll“, erzählt sie ihrem Sitznachbarn, dem NDR-Intendanten Lutz Marmor. Dass Karneval in Hannover auch (und vielleicht vor allem) Vereinswesen, Tanzen, Aufbrezeln und Stunk bedeutet, weckt bei Schröder-Kim das Interesse an den Eigenarten des niedersächsischen Humors –und der hiesigen Trinkkultur. Am fortgeschrittenen Abend liess Schröder-Kim sich in die Kunst des Lüttje Lage Trinkens einführen. „Diese Kultur des Karnevals inspiriert mich. Zum Leben gehört schließlich nicht nur Arbeit, sondern auch Spaß“, sagt sie, noch ohne zu wissen, dass Pocher sie heute Abend zu seiner bevorzugten Humor-Zielscheibe auserkoren hat.

Erst reinkippen, dann auf ex: Soyeon Schröder-Kim lernt die Lüttje Lage kennen. Quelle: droese_r

„Sie weiss nicht, ob sie es hier mehr Süd- oder Nordkorea finden soll“, ulkt der Comedian von der Bühne. Mazedonische Messerstecher, alleinstehende Baggi-Gängerinnen und im Straßenverkehr auffällig gewordene Ex-Bundespräsidenten-Ex-Gattinnen – Pocher nimmt kein Blatt vor den Mund. „Oliver Pocher ist definitiv eine Marke. Einer, der nie glatt, nie angepasst, immer schlagfertig ist“, sagt der ehemalige VWN-Vorstandschef Eckhard Scholz, der als Ehrensenator 2018 die Laudatio hielt.

Von Mario Moers

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