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Aus der Stadt Penny schließt Filiale in der Südstadt
Hannover Aus der Stadt

Hannover: Penny schließt Filiale an der Straße Rüsterburg in der Südstadt

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14:30 13.08.2019
„Ich konnte es erst gar nicht glauben“: Brigitte Schink verliert ihren Stammsupermarkt in der Südstadt. Quelle: Tabea Sperl
Südstadt

Am Sonnabend, 17. August, wird die Penny-Filiale an der Straße Rüsterburg geschlossen. Damit zieht sich der Discounter komplett aus der Südstadt zurück. Die Rewe-Gruppe, zu der Penny gehört, gibt wirtschaftliche Gründe für die Schließung an. Man betrachte Hannover dennoch grundsätzlich als interessanten Standort und „prüfe entsprechende Flächenangebote“. Die Mitarbeiter des Marktes werden nun auf die anderen Penny-Filialen der Stadt verteilt.

Mehrere Schließungen in der Südstadt

Der Rückzug von Penny folgt auf eine Reihe von Supermarktschließungen in der Südstadt. Bereits im vergangenen Dezember wurde an der Sallstraße eine Penny-Filiale geschlossen, da der Vermieter dem Discounter gekündigt hatte. Im selben Monat wurde der Netto-Markt an der Hildesheimer Straße/Ecke Feldstraße aufgegeben. Dort befindet sich nun ein Edeka. Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (SPD) äußerte schon damals sein Bedauern über den Verlust von Supermärkten in der Südstadt. Mit Blick auf eingeschränkt mobile Kunden wies er darauf hin, dass die Grundversorgung nicht mehr für alle Menschen im Viertel gewährleistet sei.

Konkurrenzdruck ist groß

Die Schließung des Penny-Markts an der Rüsterburg könnte mit dem starken Konkurrenzdruck durch andere Supermärkte in der Umgebung zusammenhängen. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein großes Edeka-Zentrum, ein Biosupermarkt sowie die Discounter Lidl und Aldi. In der Nachbarschaft zum Einzelhandelszentrum An der Weide, wo sich diverse große Anbieter von Möbelhaus über Apotheke, Baumarkt, Drogerie bis hin zu großen Supermärkten angesiedelt haben, hat der Discounter offenbar nicht mehr genügend Umsatz gemacht.

„Es wird etwas fehlen im Stadtteil“

Über den Rückzug enttäuscht sind Kunden wie die im Stadtteil lebende Therapeutin Brigitte Schink: „Ich konnte es erst gar nicht glauben, damit verliere ich nun meinen Stammsupermarkt.“ Der Penny sei gut sortiert und preisgünstig. Gemeinsam mit ihrem Ehemann sei sie regelmäßig dort einkaufen gegangen. „Es wird etwas fehlen im Stadtteil“, meint die Südstädterin.

Auch Schink erklärt sich die Schließung des Marktes mit der wachsenden Konkurrenz in der Umgebung. „Die Leute wollen nicht nur einkaufen, sie wollen etwas drum herum erleben.“ In den umliegenden Supermärkten gebe es beispielsweise angegliederte Restaurants, und die Ladeneinrichtung sei ansprechender gestaltet.

Über die weitere Vermietung der Geschäftsräume liegen bis jetzt noch keine Informationen vor. Auf Immobilienportalen im Internet wird die gut 1000 Quadratmeter große Ladenfläche allerdings zur Vermietung angeboten. Ob es einen Ersatz für den Penny-Markt geben wird, ist derzeit offenbar völlig offen.

Von Tabea Sperl

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