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Aus der Stadt Sexueller Missbrauch und Kinderpornos: Polizei nimmt Mann fest
Hannover Aus der Stadt Sexueller Missbrauch und Kinderpornos: Polizei nimmt Mann fest
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20:10 15.04.2019
Bei der sofortigen Durchsuchung der Wohnung des 48-Jährigen fand die Polizei zahlreiche Datenträger mit Kinderpornos. Quelle: dpa
Hannover

Ein 48-jähriger Mann aus Hannover soll mehrfach ein junges Mädchen sexuell missbraucht und darüber hinaus Kinderpornos besessen haben. Die Polizei nahm den Verdächtigen am Wochenende fest und durchsuchte dessen Wohnung. Das Opfer hatte am Sonnabend Anzeige gegen den 48-Jährigen erstattet und angegeben, „dass sie bis zum Alter von elf Jahren mehrfach vom Verdächtigen sexuell missbraucht worden war“, sagt Polizeisprecher André Puiu. Demnach haben sich die Taten „über einen längeren Zeitraum“ erstreckt. Mittlerweile sei das Opfer zwischen 18 und 21 Jahre alt, genauer wird Puiu mit Blick auf die Ermittlungen nicht. Im Rahmen der Anzeige gab die Heranwachsende auch Hinweise darauf, dass der 48-Jährige kinderpornografisches Material besitze.

Verdächtiger arbeitete als Tagesvater

Besonders brisant: Der Mann ist beruflich mit der Betreuung von Kindern betraut. Laut Polizei habe er als „freiberuflicher Tagesvater“ gearbeitet. Demnach passte er ähnlich einem Babysitter oder Leihopa in regelmäßigen Abständen auf Jungen und Mädchen auf. Weitere Details werden momentan nicht genannt.

Noch am Sonnabend wurde ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt und als die Ermittler die Wohnung des 48-Jährigen durchsuchten, stießen sie auf die besagten Kinderpornos. „Die Beamten sicherten diverse Speichermedien mit entsprechendem Beweismaterial“, sagt Puiu. Der Tatvorwurf sei demnach „ziemlich konkret“, zur Art und Menge der Kinderpornos kann Puiu derzeit aber noch keine Angaben machen. „Die Auswertung der Datenträger und die Ermittlungen zu den Taten dauern an“, sagt er.

Zahl der Opfer noch unklar

Unter anderem überprüfen die Beamten jetzt, wie viele Kinder auf dem Material zu sehen sind. Möglicherweise ist darauf auch die junge Frau zu sehen, die die Ermittler erst auf die Spur des 48-Jährigen brachte. Weshalb das Opfer erst Jahre später zur Polizei ging und Anzeige erstattete, ist noch unklar. Laut Puiu stammt die junge Frau „aus dem Umfeld“ des Verdächtigen. Er lässt jedoch die Frage unbeantwortet, ob sie verwandt oder befreundet sind beziehungsweise das Opfer als Kind vom 48-Jährigen betreut wurde. In Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorerst wieder entlassen.

Die Stadt teilt auf HAZ-Anfrage mit, Kenntnis von dem Fall zu haben. „Wir prüfen in Zusammenarbeit mit der Polizei das weitere Vorgehen“, sagt Sprecherin Konstanze Kalmus. Details nennt sie nicht. Bis eine Pflegeerlaubnis erteilt werde, müssten aber zahlreiche Vorgaben erfüllt sein, darunter eine Kinderschutzfortbildung und ein erweitertes Führungszeugnis. Erst wenn die insgesamt 13 Punkte erfüllt sind, wird seitens der Stadt eine auf fünf Jahre befristete Pflegeerlaubnis für bis zu fünf Kinder ausgestellt.

Von Peer Hellerling

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