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Aus der Stadt Spielplätze in der Stadt haben ein Rattenproblem
Hannover Aus der Stadt Spielplätze in der Stadt haben ein Rattenproblem
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00:21 18.08.2018
In der List nimmt die Ausbreitung von Ratten zu. Quelle: Droese
List

Für manche mag es ganz putzig aussehen, das Video vom Nager in der Natur. Allerdings ist die Natur in diesem Fall der Bonifatiusspielplatz in der List und das possierliche Tierchen eine ausgewachsene Ratte. Die Tochter von Sonja-Verena Lee hat das Treiben filmisch festgehalten, die Mutter ist beunruhigt. „Auf dem Boni spielen viele Kinder ohne elterliche Begleitung, sie sollten nicht mit Ratten in Berührung kommen“, meint sie.

Der Stadt ist das Problem mit der vermehrten Rattenpopulation auf Spielplätzen insbesondere auch in der List bekannt. Der zuständige Pflegebetrieb des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün lässt dort kontinuierlich die Ratten durch einen Schädlingsbekämpfer mit Köderboxen bekämpfen. Auch die Stadtentwässerung ist in der Kanalisation entsprechend tätig – dort allerdings ohne Box. „Problematisch ist, dass das Nahrungsangebot durch zurückgelassene Essensreste auf dem Platz und in den Sträuchern für Ratten sehr gut ist“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Problematisch sei auch, dass die Ratten ruhige Rückzugsräume auf dem Bonifatiusspielplatz haben.

„Keine Essensreste liegenlassen“

Die Grünflächenverwaltung plant im Herbst die Gehölze kurzzuschneiden, um die Rückzugsräume, in denen die Tiere sich ungestört aufhalten können, zu minimieren. Zudem wird geprüft, welche weiteren Maßnahmen möglich sind. „Wir appellieren an alle Nutzer des Platzes, keine Essensreste liegenzulassen, sondern ordnungsgemäß zu entsorgen. Zudem bitten wir um Einhaltung des Taubenfütterungsverbots“, so Dix. Beides würde helfen, das Nahrungsangebot zu verringern und den Platz weniger attraktiv für Ratten zu machen.

„Dass Kinder hier essen und trinken, lässt sich auf einem Spielplatz ja nur schwer vermeiden“, meint ein junger Vater, der mit zwei Kindern im Bereich des Klettergerüstes unterwegs ist. Und da lande eben nicht immer alles akkurat im Papierkorb. Einen Zusammenhang zwischen Hitze und besonderem Verhalten der Ratten ist Stadtentwässerung und Grünflächenverwaltung nicht bekannt. „Das größte Problem ist vor allem das reiche Nahrungsangebot für die Nager“, betont der Stadtsprecher. Das Rattenproblem ist sonst vor allem auf dem Moltkeplatz bekannt, wo nach den Wochenmärkten reichlich Abfall für ungebetene Vierbeiner liegenbleibt.

Von Susanna Bauch

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