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Aus der Stadt Schon wieder werden zwei Fahrkartenautomaten aufgesprengt
Hannover Aus der Stadt Schon wieder werden zwei Fahrkartenautomaten aufgesprengt
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11:20 23.01.2019
Totalschaden: Auch die Sprengung eines Ticketautomaten an der Stadtbahnhaltestelle in Altwarmbüchen zählt zu der derzeitigen Serie von gewaltsamen Aufbrüchen mit pyrotechnischem Material. Quelle: Privat
Hannover

Die Serie von gewaltsamen Aufbrüchen geht weiter: Schon wieder haben bislang unbekannte Täter am Wochenende zwei Fahrkartenautomaten der Üstra aufgesprengt. In einem Fall scheiterte jedoch zumindest der Versuch, die Geldkassette aus der Maschine zu stehlen. Laut Polizei war zunächst in der Nacht zu Sonnabend gegen 1.30 Uhr ein Ticketautomat an der Stadtbahnhaltestelle Wissenschaftspark Marienwerder mit einer Sprengung aufgebrochen worden. Nachdem der Alarm an dem Fahrkartenautomaten ausgelöst worden war, fanden Beamten der Polizei bei ihrem Eintreffen nur noch die Überbleibsel einer Explosion und den völlig beschädigten Automaten. Immerhin: In Marienwerder gelang es den Tätern trotz der Sprengung nicht, die Geldkassette aus dem Ticketautomaten zu ziehen. Sie flüchteten ohne Beute.

Wie die Polizei mitteilt, wurde dann am Sonntagmorgen gegen 3.30 Uhr der Alarm eines Fahrkartenautomaten an der Bahnhaltestelle Karl-Wiechert-Allee in Kleefeld ausgelöst. Dort hatten die Täter das massive Gehäuse ebenfalls mit einer heftigen Explosion aufgebrochen und anschließend auch die Geldkassette erbeutet. Über die Höhe des gestohlenen Geldbetrages können Polizei und Üstra derzeit noch keine Angaben machen.

Acht Sprengungen seit Dezember

Konkreter werden die Ermittler und das Verkehrsunternehmen hinsichtlich der Schadenshöhe und der bisherigen Untersuchungen. Denn: Seit Ende Dezember 2018 ereigneten sich nun inzwischen bereits acht Automatensprengungen in der Region Hannover. Wegen der Zerstörungsserie kann die Üstra nun nicht mehr an jeder Station funktionierende Apparate aufstellen. „Die Zahl der zerstörten Automaten übersteigt unsere Reserve“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek jetzt auf Anfrage. Das Unternehmen müsse Automaten nachbestellen. Da die Aufbruchs- und Sprengversuche fast immer zum Totalschaden führten, entstehe für die Üstra ein großer finanzieller Schaden. „30.000 Euro pro Stück“, sagte Iwannek.

Im Notfall ohne Ticket einsteigen

Bis zur Lieferung der Ersatzmaschinen im Februar bittet die Üstra ihre Fahrgäste, sich jeweils eine Station vor den Haltestellen ohne eigene Ticketausgabe mit Fahrscheinen zu versorgen. Möglich sei es auch, per Smartphone Karten online zu kaufen sowie an Vorverkaufsstellen. Nur im absoluten Notfall ist es laut Iwannek auch möglich, ohne Ticket einzusteigen und sich sofort beim Fahrer zu melden, um nachträglich einen Fahrschein zu lösen. Dies werde aber sehr genau geprüft, sagt der Üstrasprecher.

Üstra erhöht Sicherheitsvorkehrungen

Genauer hinschauen will die Üstra künftig auch an ihren Fahrkartenautomaten. Zwar sei es allein schon aus Kostengründen nicht möglich, alle 290 Automaten im Streckennetz mit Kameras zu überwachen, sagt Iwannek. Trotzdem erhöhe das Unternehmen nun seine Sicherheitsvorkehrungen. „Da sind einige Dinge möglich – die Täter werden überrascht sein“, kündigt Iwannek an.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Unterdessen hat die Polizei erste Ermittlungsdetails bekannt gegeben. Dass die pyrotechnisch gesprengten Automaten bislang in Sehnde, Laatzen, Ronnenberg sowie den hannoverschen Stadtteilen Stöcken, Badenstedt, Marienwerder und Kleefeld gewesen seien, lasse wegen der Randlage Schlüsse zu, sagt ein Polizeisprecher, ohne genauer zu werden. Man prüfe weiterhin Zusammenhänge. Zeugenhinweise werden unter Telefon (05 11) 1 09 55 55 entgegengenommen.

Von Ingo Rodriguez

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