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Aus der Stadt Hannover: Kinder müssen bis kurz vor Schulbeginn um Plätze bangen
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Hannover: Schulpflichtige Kinder müssen bis kurz vor Schulbeginn  um Plätze bangen

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16:42 16.08.2019
Der Unterricht beginnt wieder – allerdings war dies für zahlreiche Kinder offenbar lange nicht sicher. Sie erfuhren erst nach Beginn des Schuljahres, wo sie unterkommen. Quelle: Arno Burgi/dpa
Hannover

Zahlreiche schulpflichtige Kinder in Hannover mussten in diesem Jahr offenbar bis kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs darum bangen, einen Platz in einer neuen Schule zu bekommen. Einzelne wissen bis jetzt noch nicht, wo sie in diesem Schuljahr den Unterricht besuchen sollen. Der Grund: Nach Angaben des Kultusministeriums haben sich kurz vor Ferienende noch eine Vielzahl neu Zugezogener an den Schulen in Hannover angemeldet.

Unter Schulleitern und Lehrern kursierten nach Informationen der HAZ in den Ferien zwischenzeitlich Zahlen von bis zu 80 Schülern, die teils bis zum Donnerstag dieser Woche trotz zweier Verteilerkonferenzen noch nicht untergebracht waren. Die Zahl der Schüler ohne Schulplatz hätte sich demnach mehr als verdreifacht, zuletzt war bekannt gewesen, dass 24 Kinder in Hannover längere Zeit keinen Schulplatz hatten. Die Stadtverwaltung äußerte sich zu konkreten Zahlen nicht.

Kultusministerium gibt erst jetzt Entwarnung

Erst am Donnerstagabend – offiziell immerhin schon erster Schultag – gab das Kultusministerium jetzt Entwarnung. Alle Schüler, ob Schulformwechsler oder neu Zugezogene, seien an diesem Tag mit einem Schulplatz versorgt worden. Es würden zudem zwei Sprachlernklassen an den Gymnasien Käthe-Kollwitz-Schule und Goetheschule in Hannover eingerichtet.

Manche Eltern wissen offenbar noch gar nichts von ihrem Glück. Die Schulen würden umgehend informiert, ebenso der Schulträger, hieß es vonseiten des Kultusministeriums weiter. Dieser informiere die Erziehungsberechtigten über die zugewiesene Schule, damit umgehend die Anmeldung erfolgen könne.

„Einige wenige Schüler“ suchen noch

Ganz ist das Problem damit allerdings noch nicht vom Tisch: Am kommenden Mittwoch gibt es nach Angaben des Kultusministeriums „aufgrund der regen Bewegungen in den Sommerferien und zum Schuljahresbeginn“ eine weitere Verteilerkonferenz, bei der die Schulleitungen darüber beraten, wo abgelehnte Bewerber aufgenommen werden können. Dann würden „weitere Maßnahmen“ eingeleitet.

Auch die Stadt Hannover bestätigt, dass es auch jetzt noch „einige wenige Schüler“ gibt, die noch keinen Schulplatz haben. Die Gründe dafür seien aber individuell und nicht in einer strukturellen Unterversorgung begründet.

Vor allem IGS und Oberschule sind übervoll

Wie überlastet manche Schulen Hannovers mittlerweile sind, zeigen tagesaktuelle Listen, auf denen die Stadt Hannover freie Schulplätze registriert. Der HAZ liegt eine solche vom Mittwoch vor.

Vor allem an den Gesamt- und Oberschulen gibt es mitnichten freie Plätze. Im Gegenteil: Einzelne Jahrgangsstufen sind bereits mit bis zu elf Schülern überbucht. Leiter von Gesamt- und Realschulen mahnen schon seit Monaten an, dass die Klassen sieben bis neun übervoll sind. Erst im April hatte der Fall einer 16-Jährigen niedersachsenweit für Aufsehen gesorgt, die nach dreimonatiger Suche in Hannover immer noch keinen Schulplatz gefunden hatte. Nachdem die HAZ darüber berichtet hatte, bekam sie einen Platz.

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Von Jutta Rinas

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