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Aus der Stadt Seebrücke-Großdemo am Sonnabend in Hannover
Hannover Aus der Stadt Seebrücke-Großdemo am Sonnabend in Hannover
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13:07 26.04.2019
Im Februar beschloss der internationale Ausschuss, die Stadt Hannover zum Sicheren Hafen zu erklären. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Die InitiativeSeebrücke“ will am Sonnabend in Hannover eine überregionale Großdemonstration für sichere Fluchtwege abhalten. Erwartet werden zahlreiche Ableger aus diversen Städten, auch der Flüchtlingsrat Niedersachsen und weitere Organisationen rufen zur Kundgebung auf. „Wir finden uns nicht damit ab, dass noch immer jeden Tag Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer sterben, Tausende Schutzsuchende in den libyschen Folterlagern ausharren und europäische Regierungen nach jeder Rettungsaktion auf dem Rücken der Geretteten ein unwürdiges Spiel spielen“, sagt Linda Becker von der Seebrücke Hannover. „Wir fordern sichere Fluchtwege in die Sicheren Häfen.“

Niedersachsen soll Sicherer Hafen werden

Bisher haben sich bundesweit rund 50 Kommunen zu Sicheren Häfen erklärt, darunter nach monatelangem Ringen auch Hannover. Aus Solidarität zu den Flüchtlingen im Mittelmeer hängten zuletzt zahlreiche Kirchen in der Landeshauptstadt orangefarbene Rettungswesten an ihre Türme, die Aktion hieß „Kirche trifft Seebrücke. Den Demonstranten am Sonnabend ist das jedoch nicht genug: „Die Landesregierung muss Niedersachsen ebenfalls zum Sicheren Hafen erklären und aus Seenot Gerettete direkt aufnehmen“, sagt Sascha Schießl vom Flüchtlingsrat Niedersachsen. Die Demo startet um 13 Uhr am Ernst-August-Platz mit einer Kundgebung, anschließend ziehen die Protestler unter anderem über die Goseriede, Goethestraße, das Leibnizufer und die Karmarschstraße zurück zum Hauptbahnhof.

Von pah