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Aus der Stadt So war das Seeed-Konzert in der Tui-Arena
Hannover Aus der Stadt

Hannover: Seeed in der ausverkauften Tui-Arena

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22:55 05.11.2019
Seeed in der ausverkauften Tui-Arena. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Rock ’n’ Roll bis zum Ende – ist ja so einer der gängigen Lebensentwürfe aus der Welt der Gitarrenmusik. Bei Seeed klingt das so: „Irgendwann ist alles vorbei, doch so sieht der Deal aus, ich würd’ ihn wieder nehmen.“ Gleich zu Beginn ihres Konzerts in der mit 12.000 Fans randvollen Tui-Arena stellt das Berliner Groove-Kollektiv das wie einen Leitfaden in den Raum. Wer will, kann das als Geste interpretieren.

Das Berliner Groove-Kollektiv Seeed präsentiert in der ausverkauften Tui-Arena einen Tanzabend.

Denn die Show ist von vielen Fans mit Spannung und auch gemischten Gefühlen erwartet worden. Wie würde das sein an der Bühnenfront, wo nur noch zwei von drei Sängern stehen, nachdem Demba Nabe im Vorjahr gestorben war. Doch Peter Fox und Frank Dellé machen das, was sie am besten können, wofür sie gefeiert werden und was einen beachtlichen Teil des Phänomens Seeed ausmacht: ein stilvolles Animationsprogramm für die schwitzende Menge im vollen Saal.

Bling Bling mit 12.000 Fans

Nach „Ticket“ geht es mit einigen weiteren Songs vom neuen Album „Bam Bam“ weiter, ein Cover des Black-Songs „Wonderful Life“ ist auch dabei, und mit „Augenbling“ geht es dann erstmals so richtig ab in der Arena. „Molotov“ und „Schwinger“ runden einen ersten Best-of-Vorstoß ab, dem später noch mehr Hits folgen sollen. Auch Kostproben aus Peter Fox’ Soloschaffen haben ihren Platz und passen sich aber naturgemäß ins Seeed-Programm ein, dieser Mischung aus lässig schlurfendem Reggae, Dancehall, Hip-Hop und allem, was die Band für ihren Sound gut gebrauchen kann.

Die Bläserabteilung hupt richtig was weg, die Gitarre darf auch mal ein bisschen eskalieren, und der Bass fernsteuert die Beine im Saal. Unbeweglichkeit ist bei dieser Musik keine Option. Im Innenraum ist sowieso der Tanzbär los, aber selbst unterm Dach im zweiten Oberrang hat Boss Bass alles im Griff. Aufstehen, Teile schwingen, wie es im Seeed-Jargon heißt. „Wir sind hier, um das Leben zu feiern“, ruft Peter Fox. Kein Zweifel. Bei „You and I“ beleuchtet ein Lichtspot einen freien Platz an der Bühnenrampe. Nabes Stimme ist zu hören. „Demba, das ist für dich“, ruft Fox. Ein Gruß von Format.

„Wir sind Seeeeeeeeeeeeed!“

Optisch ist das da vorn wie immer lustig cool: Das gute Dutzend Musiker steht zunächst vor verhüllter Kulisse. Als die Tücher fallen, kommen Comicboxen monströsen Ausmaßes zum Vorschein. „Waterpumpee“ wogt durch den Saal, ein Klassiker, da stehen schon alle. Peter Fox muss auch mal kürzer treten, er hat es am Knie, das letzte Mal in der Tui-Arena war es der Rücken. Er lästert ein bisschen über die Lüttje Lage, was von dem durchaus nicht nur hannoverschen Publikum immerhin zur Kenntnis genommen wird. „Wir sind Seeed“ dröhnt kurz darauf mantraartig durch den Saal. Nicht mit drei „e“, sondern mit 12.000. Mindestens.

Von Uwe Janssen

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