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Aus der Stadt Betreiber schließt Teil des St. Martinshofs
Hannover Aus der Stadt Betreiber schließt Teil des St. Martinshofs
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00:21 25.01.2019
Der St. Martinshof in Misburg: Ein Teil des Seniorenzentrums soll bis zum Jahresende geschlossen werden. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Nach dem Godehardistift in Linden wird nun auch ein Teil des St. Martinshofs in Misburg zum Jahresende geschlossen. Der Betreiber der beiden Seniorenzentren, das Evangelische Johannesstift Berlin, will bis zum Jahresende einen von drei Wohnbereichen des St. Martinshofs aufgeben. Es handelt sich dabei um den Trakt Sabaria, in dem rund 50 betagte Menschen leben.

„Eine baugutachterliche Prüfung hat gezeigt, dass eine Sanierung des inzwischen 60 Jahre alten Wohnbereiches den vertretbaren Kostenrahmen sprengen würde“, sagt Sprecherin Lilian Rimkus. Teils hätten die Zimmer im Trakt Sabaria keine Nasszellen oder seien nicht barrierefrei erreichbar. „Sicher kann ein Teil der Bewohner innerhalb der Einrichtung umziehen“, sagt Rimkus. „Wir begleiten Bewohner und Angehörige jedoch auch bei der Suche nach einem Platz in einer anderen Einrichtung.“ Auch die Mitarbeiter sollten in die anderen beiden Wohnbereiche übernommen werden. Entlassungen seien nicht geplant. Was mit dem Sabaria-Trakt geschehen soll, sei noch offen.

Angehörige sind besorgt

In einem Brief an Angehörige von Bewohnern nennt das Johannesstift als weiteren Grund für die Teilschließung auch die angespannte Personalsituation. Seit 2016 müsse das Stammpersonal immer wieder durch Zeitarbeitskräfte aufgestockt werden, „was sich negativ auf die Situation im gesamten Haus auswirkt“. Dies verursache massive Mehrkosten, heißt es. „Wir können unserem Ziel, Bezugspflege für jeden einzelnen Bewohner zu leisten, nicht mehr gerecht werden.“

Familien von Bewohnern des St. Martinshofs zeigten sich besorgt: „Viele Bewohner werden durch den Umzug entwurzelt“, sagt ein Angehöriger einer Bewohnerin. Dazu komme, dass sich auch 80 Senioren aus dem Godehardistift eine neue Bleibe suchen müssen: „Wie in der aktuellen Pflegesituation 130 Senioren bis zum Ende des Jahres neue Heimplätze finden sollen, ist uns schleierhaft.“

Der St. Martinshof und das Godehardistift gehören zu fünf Heimen in der Region Hannover, die das Johannesstift 2009 vom katholischen Caritasverband übernommen hatte. In den anderen Einrichtungen seien keine Schließungen geplant, versichert Rimkus.

Von Simon Benne

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