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Aus der Stadt Das meinen Hannoveraner zur Oberbürgermeisterwahl
Hannover Aus der Stadt

Hannover: So kommentieren Internet-Nutzer die Oberbrügermeisterwahl

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16:21 28.10.2019
So haben die Internet-Nutzer auf Facebook und Twitter auf die Oberbürgermeisterwahl reagiert. Quelle: dpa/Montage RND
Hannover

Die erste Runde ist vorbei: Belit Onay (Grüne) und Eckhard Scholz (CDU) gehen in die Stichwahl um den OB-Posten in Hannover. Die SPD steht mit leeren Händen da – zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch der Ausgang der Wahl hat die Hannoveraner offenbar kaum überrascht. Nicola Wachweger etwa schreibt auf Facebook zur Niederlage von SPD-Kandidat Marc Hansmann: „Wundert mich nicht, auch diese Niederlage ist hausgemacht!“ Die Nutzerin Silke sieht das so: „Warum war er enttäuscht? Hat er ernsthaft daran geglaubt, dass eine SPD noch mal gewählt wird???? Das Ergebnis war für jeden realistisch denkenden Menschen vorausschaubar!“

„70 Jahre Monokultur“

Auch andere meinen, dass sich die SPD den Verlust des Rathauses in Hannover selbst zuzuschreiben hat. Dennis Wartenberg schreibt dazu: „Über 70 Jahre Monokultur im Rathaus sind in jedem Fall beendet!“

Viele Nutzer auf Twitter und Facebook sind froh, dass der AfD-Kandidat Joachim Wundrak mit 4,6 Prozent der Stimmen keine große Rolle beim Ausgang der Wahl gespielt hat – im Gegensatz zur Landtagswahl in Thüringen, wo die Partei mehr als 23 Prozent der Stimmen gewann.

Onay oder Scholz? Wer wird OB?

Aber wie geht es nun weiter? Wer setzt sich in der Stichwahl durch? Andreas Hast meint: „Neustart Ecki Scholz – Ist in etwa so, als wenn 96 Otto Rehhagel verpflichten würde, um mal frischen Wind in den Verein zu bringen.“ Bei Facebook geht es auch um die Erfahrungen aus der Wirtschaft, die CDU-Kandidat und langjährige VW-Manager Scholz im Rathaus einbringen will: „Eine Stadtverwaltung ist dabei aber auch kein Unternehmen“, schreibt Stefan Rose.

Annika Freud sieht das anders und entgegnet: „Vielleicht sollte man die Stadtverwaltung eher wie ein Unternehmen aufstellen, dann ist sie effizienter und gerade für den Bürger attraktiver.“

„Ein spannendes Experiment“

Grünen-Kandidat Belit Onay bekommt dagegen auf Facebook nach einigen Glückwünschen von Anhängern viele kritische und auch hämische Kommentare. „Wir brauchen keine Experimente sondern jemanden mit Führungserfahrung in diesem verantwortungsvollen Job!“, schreibt Klaus Reimann als Antwort auf Christian Berner, der meinte: „Glückwunsch! Gut gemacht. Wäre ein spannendes Experiment“. Um kurz danach jedoch noch einmal nachzulegen: „Um Himmels Willen... wenn der es wird geht’s mit Hannover richtig bergab. Keine Autos mehr in der Innenstadt, schadet dem Einzelhandel, weniger Ordnung (sieht man in Linden)... Für ein besseres Klima großer Schaden für die Wirtschaft.“

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Besonders in der Verkehrspolitik befürchten viele Nutzer Nachteile. „Wenn der gewinnt könnt ihr bald alle mit dem Fahrrad in die Stadt fahren“, kommentiert Baerbel Carnehl.

Lukas Bert macht sich auf Twitter schon mal Gedanken über die Stichwahl:

„In Hannover lässt es sich gut leben“

Und Stefan Müller beschäftigt sich mit der Wahlbeteiligung, die bei nur 46,5 Prozent lag. Er schreibt dazu auf Facebook: „Diese Wahlbeteiligung spricht weniger für die Stärke von Grünen und CDU (die beide ihre 15 % an der Gesamtwählerschaft ausgeschöpft haben), als vielmehr für die Schwäche der SPD. In Hannover lässt es sich gut leben. Das ist das Verdienst der SPD. Aber sie darf sich darauf nicht ausruhen oder arrogant sein. Es müssen auch die Fehler und Versäumnisse zugegeben werden und daran gearbeitet werden.“

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Von RND/sbü

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