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Hannover: Stephansstift feiert 150-jähriges Bestehen mit buntem Programm

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17:24 20.05.2019
„Grund zum Feiern“: Desimo (l.) und Pastor Hans-Peter Daub vor der Üstra-Bahn, die für das Jubiläum wirbt. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Gesucht wurden „junge Männer für den Dienst der christlichen Nächstenliebe“. Und so gründete der Evangelische Verein zu Hannover um Pastor Julius Freytag am Himmelfahrtstag 1869 einen „Brüderverein“. Drei Jahre darauf zog dieser auf ein Gelände in Kleefeld – und dort sitzt das heutige Stephansstift noch immer. Anfangs wurden in der Einrichtung vor allem Diakone ausgebildet, doch rasch kamen Altenheime und Einrichtungen der Jugendhilfe dazu. Bis heute ist das Diakonie-Kolleg, das rund 800 Schüler besuchen, ein Herzstück der Institution. „In diesem Jahr werden wir 150 Jahre alt – und das ist ein Grund, groß zu feiern“, sagt Pastor Hans-Peter Daub, Vorstand der Dachstiftung Diakonie, zu der das Stephansstift heute gehört.

Bereits jetzt ist ein Stadtbahnwagen in Hannover unterwegs, der für das Jubiläum wirbt: Bis zum November stehen unter dem Motto „Dem Leben Raum geben“ Dutzende von Vorträgen und Fachtagungen, Konzerten und Shows auf den Programm. Zum Auftakt der Feierlichkeiten steigt in Kleefeld am Himmelfahrtstag das traditionelle Jahresfest: Im Gottesdienst um 11 Uhr predigt Landesbischof Ralf Meister, danach gibt es Musik und bunte Aktionen im Stephansstift an der Kirchröder Straße 44.

Weil spricht zum Jubiläum

Ein öffentliches Picknick zum Tag der offenen Gesellschaft gibt es am Sonnabend, 15. Juni, von 10.30 Uhr an: Besucher bringen eigene Verpflegung mit ins Stephansstift und teilen dort mit anderen. Zu den Höhepunkten des Programms zählt auch eine Jubiläumsfeier in der Marktkirche mit Ministerpräsident Stephan Weil am 21. August um 19 Uhr. Und der SPD-Politiker Franz Müntefering spricht in einem Vortrag in der Stiftskirche am 3. September um 17 Uhr über Selbstbestimmung im Alter.

Zaubershow mit Desimo

„Wir möchten in diesem Jahr auch die dunklen Kapitel unserer Geschichte aufarbeiten“, sagt Pastor Daub. Daher haben die unabhängigen Autoren Ulrike Winkler und Hans-Walter Schmuhl eine Monografie über die Geschichte des Stephansstifts geschrieben, in der es auch um die NS-Zeit sowie um Misshandlungen von Kindern in der Vergangenheit geht. Vorgestellt wird das Buch am 4. September um 18 Uhr im Festsaal des Stephansstiftes.

Vergnüglich wird es dann in der Humorwoche vom 13. bis zum 20. September: Unter anderem tritt am 14. September der Entertainer Desimo in der Stiftskirche auf; Karten gibt es für 20 Euro unter anderem in der Buchhandlung in der Marktkirche. „In einer Kirche herrscht immer eine besondere Atmosphäre“, sagt der Künstler, der eine Zaubershow eigens für diesen Abend zusammengestellt hat.

Von Simon Benne

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