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Hannover-Stöcken: Erster Abschlussjahrgang der IGS Stöcken trifft sich nach 50 Jahren wieder

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17:42 20.08.2019
Fünf Jahrzehnte nach dem Schulabschluss: Ehemalige Schüler des ersten Anne-Frank-Jahrgangs besuchen ihr altes Klassenzimmer. Quelle: Nina Hoffmann
Stöcken

Rauchen auf der Schultoilette, alte Liebesgeschichten und ein Lehrer, der gerne mit seinem Schlüsselbund warf – die ehemaligen Schüler der Anne-Frank-Schule in Stöcken können sich noch gut an ihre Erlebnisse aus der Schulzeit erinnern. Dabei liegt der letzte Schultag der Klassen 10a und 10b mittlerweile 50 Jahre zurück. „Nach so vielen Jahren war mir klar, dass wir uns alle mal wiedersehen müssen“, sagt Hans Joachim Baum, der das Treffen der beiden Klassen organisiert hat. Gemeinsam mit der Schulleitung der IGS Stöcken, die sich heute anstelle der Anne-Frank-Schule an der Eichsfelderstraße befindet, hat Baum eine Führung durch die Schulflure organisiert. 23 ehemalige Schüler des ersten Hauptschuljahrgangs an der Anne-Frank-Schule sind der Einladung gefolgt.

Kennen sich immer noch aus

„Früher haben wir uns auf der Lichtung hinter der Schule getroffen“, erinnert sich Baum an seine Schulzeit. „Nach unserem Abschluss haben wir dort vier Tage gefeiert.“ Heute gibt es die Lichtung nicht mehr und der Waldabschnitt an der Buschriede ist dicht bewachsen. Sonst ist in der Schule allerdings vieles gleich geblieben. Die Ausstattung ist zwar moderner und auch die Tischtennisplatten und die Basketballkörbe sind neu – doch nach 50 Jahren finden die ehemaligen Schüler noch immer in ihre alten Klassenzimmer zurück. Die bestehen heute allerdings zum Teil aus der Schulbibliothek.

IGS besteht seit zehn Jahren

Bereits 1961 wurde die damalige Anne-Frank-Schule eröffnet. Erst 2009 trat die Integrierte Gesamtschule an ihre Stelle. „Auch wir haben in diesem Jahr ein feierliches Datum“, sagt Svenja Willruth, stellvertretende Schulleiterin der IGS Stöcken. „Dieses Jahr feiert die IGS Stöcken ihr zehnjähriges Bestehen.“ In einem kurzen Vortrag in der Aula stellt Willruth die Entwicklung der Schule vor und weckt während einer Führung durch die Schule einige Erinnerungen.

„Wir alle werden alt“

Bereits zum fünften Mal findet das Klassentreffen des ersten Anna-Frank-Jahrgangs statt. Doch nicht alle haben an den früheren Treffen teilgenommen – einige von ihnen haben ihre Klassenkameraden zuletzt mit 16 Jahren gesehen. „Wir alle werden alt“, stellt die ehemalige Schülersprecherin Astrid Haller fest. „Es ist schön zu sehen, dass wir das gemeinsam tun.“ Dem stimmt Hallers frühere Mitschülerin Mathilde Koch zu. Sie hat sich über die Einladung zum Klassentreffen besonders gefreut. „Da spielt natürlich eine gewisse Neugierde mit, herauszufinden, was die Freunde von früher so treiben und was sie in der Zwischenzeit erlebt haben“, meint Koch. Denn nicht alle Freundschaften haben die 50 Jahre überstanden. Anders ist es bei Haller – neben ihren Erinnerungen an alte Schulstreiche hat sie auch ihre Ehe aus der Schulzeit mitgenommen. „Seit dem ersten Klassentreffen sind wir ein Paar“, sagt Albrecht Haller stolz und legt seinen Arm um seine Frau.

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Von Nina Hoffmann

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