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Aus der Stadt Unbekannter sprengt Üstra-Ticketautomat
Hannover Aus der Stadt Unbekannter sprengt Üstra-Ticketautomat
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16:37 10.01.2019
Der gesprengte Fahrkartenautomat an der Haltestelle Schaumburgstraße befand sich auf dem Bahnsteig Richtung Innenstadt.
Der gesprengte Fahrkartenautomat an der Haltestelle Schaumburgstraße befand sich auf dem Bahnsteig Richtung Innenstadt. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Ein Unbekannter hat in der Nacht zu Donnerstag den einzigen Fahrscheinautomaten an der Üstra-Haltestelle Schaumburgstraße gesprengt. Anwohner hatten gegen 3.15 Uhr einen lauten Knall gehört und daraufhin dunkel gekleidete Menschen an dem Gerät bemerkt. „Er floh zu Fuß den Bahnsteig entlang und bog in die Alte Herrenhäuser Straße ein“, sagt Polizeisprecherin Antje Heilmann. „Danach verliert sich seine Spur.“

An der Haltestelle Schaumburgstraße hat ein Unbekannter den Fahrkartenautomat gesprengt. Noch immer liegen Einzelteile und Fetzen von Tickets am Bahnsteig. Der Schaden beträgt 30.000 Euro.

Die Höhe des erbeuteten Geldes und die Vorgehensweise sind derzeit noch nicht geklärt. Die Ermittler bitten um Hinweise zum Unbekannten oder verdächtigen Fahrzeugen nahe der Haltestelle zum Tatzeitpunkt. Zeugen können sich unter Telefon (0511) 109 55 55 melden.

Laut Üstra kostet ein Automat rund 30.000 Euro. Das Unternehmen hat das Gerät bereits entfernt, aber noch immer liegen Einzelteile und Ticketfetzen am Bahnsteig verstreut. Da es der einzige Automat an der Haltestelle ist, bittet die Üstra, Fahrscheine im Vorfeld beispielsweise online zu kaufen oder einen Stopp vorher. Spätestens im Februar soll ein Ersatzgerät installiert werden.

Schon die dritte Sprengung

Es ist bereits die dritte Automatensprengung binnen weniger Wochen im Raum Hannover. Bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag explodierte eine Maschine am Bahnhof in Sehnde, durch die Druckwelle wurden Teile des Geräts meterweit geschleudert. In der Silvesternacht wiederum sprengten Unbekannte einen Fahrscheinautomaten der Üstra an der Haltestelle Rethen-Nord, der Schaden betrug damals rund 60.000 Euro. Heilmann: „Wir prüfen, ob es einen Zusammenhang gibt.“

Von pah