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Aus der Stadt Lärmbelästigung durch Maschseefest nimmt ab
Hannover Aus der Stadt Lärmbelästigung durch Maschseefest nimmt ab
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06:00 18.08.2018
Mit einem Dezibelmesser lässt sich Lärm messen. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Bei der Polizei Hannover gibt es kein erhöhtes Aufkommen an Lärmbeschwerden zum diesjährigen Maschseefest. Die Sprecherin der Polizeidirektion Hannover Martina Stern sagte auf Anfrage der HAZ: „Im Kontext mit dem Maschseefest ist bei uns eine Beschwerde am ersten Tag kurz nach Mitternacht eingegangen. Die Beschwerde haben wir an den Veranstalter weitergegeben. Eine Messung der Landeshauptstadt hat keine Auffälligkeit ergeben.“ Die Dame, die sich beschwerte, sei informiert worden, so Stern weiter. Auch die Anwohner konstatieren in diesem Jahr eine Besserung. Michael Gras, Anwohner der Wiesenstraße in Hannover, sagt: „Seit letzter Woche Mittwoch ist es deutlich ruhiger geworden auf dem Maschseefest. Mein Dezibelmesser bleibt auch nachts im Normbereich diesbezüglich. Ich schlafe jedoch im Erdgeschoss und das Gebäude des ZDF puffert sehr viel ab. Aber, es ist eben im Laufe der zweiten Woche deutlich disziplinierter geworden.“ Ein großes Ärgernis bleibe jedoch der An- und Abfahrtverkehr in der Südstadt und lautstarke Besucher, die nachts um die Häuser ziehen.

„Lärm ist kein extremeres Thema als in den letzten Jahren“

Maike Scheunemann von der Hannover Veranstaltungs GmbH bestätigt den Trend: „Dadurch, dass die Lautstärke seit Jahren eingepegelt ist, ist es kein extremeres Thema als in den anderen Jahren. Es gibt zwar wie jedes Jahr vereinzelt Beschwerde-E-Mails, aber auch Lob“, so Scheunemann. Engagierte Anwohner für eine verbesserte Lärm- und Verkehrssituation für die Südstadt, wie das Ehepaars Zimmeck aus der Südstadt gibt es nach wie vor. Rudi Zimmeck störe vor allem, dass die Bedürfnisse der Südstädter, bezüglich der Verkehrssituation, seitens der Stadt Hannover nicht ernst genommen würden. „Von der Lärmbelästigung sind – so wie auch wieder an einzelnen Tagen in dieser Woche – vor allem die Anwohner in unmittelbarer Nähe zu den Beschallungsanlagen betroffen. Leider wurden die Zusagen der Stadt nur unzureichend eingehalten. Offenbar versuchen einzelne Stände und Betreiber, die Kontrollen zu umgehen“, meint Zimmeck.

Zudem hat ein Bürger in der Südstadt eine Online-Petition ins Lebens gerufen, um für die Verkürzung des Fests zu werben, die aber bislang nur gut 30 Stimmen erhalten hat. Außerdem wurde ein anonymes Schreiben verfasst und an die Anwohner der Güntherstraße verteilt, das erklärt, wie man sich bei der Polizei zu beschweren habe. Der Urheber des Flugblatts ist unbekannt.

Von den Veranstaltern des Maschseefests wurde in den letzten Jahren eine Reihe Maßnahmen zur Eindämmung des Lärms vollzogen. Dazu gehört die Beauftragung eines Ingenieurbüros, dass die Anlagen einpegelt und während des Festes kontrolliert. Alle Messwerte werden protokolliert, um sie im Anschluss an das Fest auszuwerten. Auch die DJs haben nach den Beschwerden von vor zwei Jahren ihre Soundanlagen einpegeln lassen und den Hinweis erhalten, nicht zu laute Ansagen zu machen.

Von Marleen Gaida

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