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Aus der Stadt Baurecht für neues VW-Autohaus währt vorerst nur 15 Jahre
Hannover Aus der Stadt

Hannover-Wülfel: Baurecht für VW-Autohaus währt vorerst nur 15 Jahre

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11:00 14.07.2019
Im vorderen Teil des Komplexes plant VW einen Schauraum, es folgen die Werkstatträume sowie ein mehrgeschossiges Parkhaus. Quelle: Volkswagen Automobile Hannover
Wülfel

 VW will an der Grenze von Laatzen und Hannover für 19 Millionen Euro ein neues Autohaus mit Werkstatt, Ersatzteilhandel und Parkhaus bauen, das Autohaus Bischoff & Hamel möchte von seinem alten Standort an der Hildesheimer Straße an die südliche Grenze von Wülfel umziehen (der Stadt-Anzeiger berichtete). Mitte Juni stimmte der Verwaltungsausschuss des Rates dem Einleitungsbeschluss für den vorhabenenbezogenen Bebauungsplan einhellig zu, in seiner jüngsten Sitzung billigte der Bezirksrat Döhren-Wülfel die Verwaltungsvorlage zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit. Dabei brachte SPD-Fraktionschef Jens Schade ein interessantes Detail zur Sprache: Der Bauherr, die Volkswagen Group Real Estate GmbH & Co. KG, hat zunächst nur Baurecht für 15 Jahre beantragt. Der Sozialdemokrat wollte wissen, was es mit dieser Befristung auf sich hat.

Hohe Flexibilität

Laut Stadtplaner Hans-Heiner Schlesier ist diese Beschränkung den aktuellen Debatten um ein verändertes Mobilitätsverhalten geschuldet. Stichworte sind Elektrofahrzeuge, autonomes Fahren und Carsharing ebenso wie Sammeltaxis, der viel beschworene Ausbau des Radwegenetzes oder eine verstärkte Förderung öffentlicher Verkehrsmittel. VW erwarte im Mobilitätssektor „starke Veränderungen“, darum wolle sich der Konzern offenkundig nicht langfristig binden, erklärte Schlesier. „Auch für uns zeigt das ein ungewöhnliches Maß an Flexibilität“, ergänzte er. Sollte das Wülfeler Autohaus in 15 Jahren noch eine Existenzberechtigung haben, könnte der Vertrag verlängert werden. Ist dies nicht gewünscht, erlöscht das Baurecht 2035 – und damit träten die alten Vorgaben, nach denen Einzelhandel in diesem Gebiet prinzipiell ausgeschlossen ist, wieder in Kraft.

Fotovoltaikanlage auf dem Dach

Der geplante Komplex von Volkswagen umfasst drei Teile. Im vorderen Bereich, an der Hildesheimer Straße, sind Schau- und Verkaufsräume für Neuwagen sowie der Ersatzteilverkauf untergebracht. In der oberen Etage des 13 Meter hohen Gebäudes ist eine Parkfläche für Gebrauchtwagen vorgesehen, auf dem Dach wird eine Fotovoltaikanlage installiert. Es soll zwei Elektroschnellladesäulen mit vier Ladepunkten geben. Zudem will VW für Kunden, die einen Ersatzwagen benötigen, Elektroautos vorhalten.

Im mittleren Teil des Gebäudes befinden sich Werkstatträume und zwei Waschanlagen. Daran schließt sich ein Parkhaus mit mehreren Etagen an, auf dem nördlichen Bereich des Areals sind außerdem etliche Stellflächen unter freiem Himmel geplant. Insgesamt ist auf dem Grundstück Platz für 530 Fahrzeuge, die Zahl der Arbeitsplätze beträgt 115.

Von Michael Zgoll

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