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Hannover Aus der Stadt

Hannover bekommt ein queeres Jugendzentrum

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08:15 04.06.2019
An homosexuelle Jugendliche, aber auch an bi-, trans- oder intersexuelle junge Leute will sich das neue queere Jugendzentrum in Hannover wenden. Quelle: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/
Hannover

Hannover bekommt ein queeres Jugendzentrum, eine Einrichtung also, die Jugendlichen mit einer von der Mehrheit abweichenden, sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität vorbehalten ist. Es ist Experten zufolge die erste Einrichtung dieser Art in Niedersachsen. Träger wird der hannoversche Verein Andersraum sein. Das hat der städtische Gleichstellungsausschuss am Montag einstimmig beschlossen. Die AfD, die sich im Vorfeld dagegen ausgesprochen hatte, fehlte allerdings. „Jetzt muss nur noch eine Immobilie gefunden werden, dann kann es sofort losgehen“, freute sich Renee Steinhoff, gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen, nach dem Ausschuss. Räumlichkeiten in der Nordstadt, in Linden, in der Calenberger Neustadt oder im Stadtbezirk Mitte würden bevorzugt gesucht, sagte Steinhoff.

Angebot für junge Menschen von zwölf bis 27

Das Angebot des Trägers, des Vereins Andersraum in der Nordstadt richtet sich bislang vornehmlich an Erwachsene, die lesbisch, schwul, bi-, trans- oder intersexuell sind. Das neue Jugendzentrum soll sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zwölf und 27 Jahren wenden. Es soll ihnen in einer schwierigen Phase der Identitätsfindung einen Schutz- und Rückzugsort bieten, Treffpunkt unter Gleichgesinnten sein und Beratungsangebote vorhalten. Gerade für queere Jugendliche, die sich oft Diskriminierung, Mobbing und mangelnder gesellschaftlicher Toleranz in einem schwierigen Lebensabschnitt gegenübersähen, sei ein solcher geschützter Raum von großer Bedeutung, sagte Steinhoff. Betrieben werden soll das queere Jugendzentrum mit mindestens einer halben Sozialarbeiterstelle. Als Räumlichkeiten sind ein Beratungsraum, ein Raum für Gruppen und ein offener, ehrenamtlich betriebener Eingangsbereich mit Cafébetrieb vorgesehen. Im Haushalt sind jährlich 50.000 Euro dafür eingestellt.

 

Von Jutta Rinas

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