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Aus der Stadt Die Galerie Luise hat den Neustart verdient
Hannover Aus der Stadt Die Galerie Luise hat den Neustart verdient
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07:00 02.03.2019
„Wer immer schimpft, die Innenstädte würden gleichförmiger und öde, der nehme sich für diesen Sonnabend einen Spaziergang durch Langesche Höfe, Galerie Luise und Kröpcke-Passage vor“, meint Conrad von Meding in seinem Wochenendkommentar. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Vollmundig war der bayerische Investor Constantin Sepmeier 2014 in Hannover gestartet, nachdem er die Galerie Luise und den Podbi-Park gekauft hatte. „Spürbare Veränderungen, lebendige Aktionen“ hatte er im HAZ-Interview versprochen und beteuert, bei ihm werde „nicht wie bei Heuschreckenunternehmen alles nur auf kurzfristige Rendite getrimmt“. Doch einen langen Atem hat er nicht bewiesen. Nach nicht einmal fünf Jahren hat er beide Immobilien verkauft. Jetzt richtet sich die Hoffnung in Hannovers feiner Innenstadt-Galerie auf den neuen Eigentümer aus Hamburg – der erneut verspricht, dem Glaspalast zu neuem Glanz zu verhelfen.

Anspruchsvolle Kunden verzeihen leere Läden nicht

Man kann es der Innenstadt nur wünschen. Denn die braucht Vielfalt. Während sich die Ernst-August-Galerie nordwestlich vom Ernst-August-Platz vorwiegend an ein jüngeres Publikum richtet, zielt auf der Südostseite die Luisenstraße mit der gleichnamigen Galerie auf das zahlungskräftige Publikum – und das anspruchsvollere. Das aber verzeiht ständige Betreiberwechsel, leere Läden und vor allem eine seit Jahren verbarrikadierte Gastronomierotunde nur schwer.

Galerien und Shoppingzentren waren in den Achtziger- und Neunzigerjahren die Allheilmittel des Handels. Wo immer solch ein Angebot öffnete, kamen die Kunden in Scharen. Wetterunabhängiges Einkaufen, die meist gut austarierte Mischung aus Handel und Gastronomie und ein gepflegtes Umfeld waren nahezu Garanten dafür, dass die Kassen klingelte. Doch inzwischen hat die restliche Innenstadt aufgeholt. Dank der millionenschweren Aufwertung zentraler Plätze wie Kröpcke, Operndreieck, Platz der Weltausstellung und bald hoffentlich auch Steintor macht das Flanieren in der City wieder Spaß. Hannover kann mit seinem im Bundesvergleich weiterhin hohen Anteil von mehr als zehn Prozent inhabergeführten Geschäften punkten. Und auch mit der Sauberkeit geht es dank der jüngsten Initiative von Stadt und Aha spürbar voran.

Ein ganz besonderer Spaziergang durch Hannovers Passagen

Die Galerien bekommen das zu spüren – und sie müssen deshalb mit noch mehr Attraktivität gegenhalten. Gelingt ihnen das, dann bieten sie ein ganz ungewöhnliches Einkaufserlebnis. In Hannover können Kunden von der Theaterstraße bis zum Kröpcke nahezu komplett trockenen Fußes durch ein Geflecht von Passagen wandern: angefangen bei den Langeschen Höfen mit ihrem Vorkriegscharme über die Galerie Luise mit ihrem Glaskuppeldach bis zur gewinkelten Kröpcke-Passage. Und überall gibt es Exklusives zu entdecken. Wer immer schimpft, die Innenstädte würden gleichförmiger und öde, der nehme sich für diesen Sonnabend einen Spaziergang auf dieser Route durch die Innenstadt vor.

Noch lässt sich der neue Galerie-Eigentümer Momeni nicht in die Karten blicken, was genau er mit „Hannovers Luise“ vorhat. Mit ihrer Mischung aus hochwertigen Geschäften und besonderen Dienstleistungen hat die Galerie es aber auf jeden Fall verdient, jetzt endlich wieder mit neuen Ideen zu alter Qualität zurückzufinden.

Von Conrad von Meding

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