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Aus der Stadt Hannovers Jugendliche räumen beim Jugendkulturpreis des Landes ab
Hannover Aus der Stadt

Hannovers Jugendliche räumen beim Jugendkulturpreis Niedersachsen 2020 ab

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19:31 08.02.2020
Animationsfilmmacher Merrill (21), die Spielfilmemacherinnen Alexandra Kariofillis (17) und Chiara Nobis (18), Autorin Fenna Walter (21) und Hörspielautorin Anna Darmstädter (20, von links) bei der Preisverleihung im Künstlerhaus. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

In diesem Wettbewerb werden Sieger für Projekte gekürt, die noch gar nicht existieren. Bereits im Oktober verteilte die Jury des Jugendkulturpreises das Preisgeld, noch auf der Basis von Ideen. Dann hatten die Gewinner vier Monate Zeit, ihre Ideen umzusetzen. Und erneut ist die Rechnung aufgegangen: Zur großen Präsentation am Sonnabend im Künstlerhaus konnten alle Preisträger ihre Ideen fix und fertig präsentieren.

Jugendliche sollen an Kultur teilhaben

„Das ist ein großer Moment“, sagte Insa Lienemann von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung, die den Jugendkulturpreis gemeinsam mit der Stiftung Niedersachsen organisiert. Teilhabe an Kunst und Kultur sei ein Menschenrecht, der Preis trage seit 2016 in zweijährigem Rhythmus dazu bei, dass Jugendliche es wahrnehmen könnten.

Die 21-jährige Fenna Walter hat in den vier Monaten ein 300-seitiges Buch geschrieben, das jetzt zur Präsentation sogar schon gedruckt vorlag. „Ludmilla und die Angst“ heißt der Roman der Landschaftsarchitekturstudentin; sie las routiniert daraus vor und stellte sich einem Literaturgespräch. Kunststudentin Anna Darmstädter (20) konnte von dem Preisgeld – jeder hatte 1000 Euro erhalten – ein Tonstudio bezahlen, um ihr Hörspiel „Ufos tauchen auf“ aufzunehmen.

Zwei Filme und viele Lacher im Koki

Der 21-jährige Designstudent Merrill Hagemann hat einen Animationsfilm produziert, bei „Angakoks Erwachen“ hatten trotz eines tiefsinnigen Themas alle Besucher im vollbesetzten Kinosaal des Koki etwas zu lachen. Und Chiara Nobis (18) sowie Alexandra Kariofillis (17) von der Freien Waldorfschule haben mit Nachwuchsdramaturg Silas Degen (19) und etlichen weiteren Unterstützern sogar einen Spielfilm gedreht. „Trigger“ heißt das Werk mit guten filmerischen Ideen und einer dramatischen Handlung.

Schüler aus dem Wahlpflichtkurs Politik und Darstellendes Spiel der IGS Bothfeld haben ein Theaterstück geschrieben. „Zugehört – ein Versuch politischen Theaters“, heißt es, es geht um Möglichkeiten der Mitbestimmung Jugendlicher. Und Layla Nobia brachte eine Klavierkomposition zum Klingen, „Der Weg des Transgender.“

„In einem echten Kino“

Den Organisatoren geht es vor allem um Wertschätzung für den Ideenreichtum des Künstlernachwuchses. „Eure Filme laufen in einem echten Kino, das Theater auf einer richtigen Bühne“, sagte Tabea Golgath von der Stiftung Niedersachsen zum Auftakt. Tatsächlich war den ganzen Nachmittag Trubel im Kommunalen Kino, auf der Cumberlandschen Schuspielbühne und in der Literaturetage des Künstlerhauses.

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