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Aus der Stadt Mehr als 300.000 Euro für die Leinewelle sind da
Hannover Aus der Stadt Mehr als 300.000 Euro für die Leinewelle sind da
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00:21 25.03.2019
Geld gesammelt: Leinwelle-Sponsorenabend am 21. März 2019 im Möbelhaus Steinhoff.
Geld gesammelt: Leinwelle-Sponsorenabend am 21. März 2019 im Möbelhaus Steinhoff. Quelle: Jens Niebuhr
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Hannover

Für das Surfprojekt Leinewelle am Rande der Altstadt von Hannover gibt es die ersten festen Finanzzusagen über ein Viertel der Plansumme von 1,2 Millionen Euro. Mehr als 80 Unterstützer feierten auf Einladung des Trägervereins im Möbelhaus Steinhoff am Braunschweiger Platz, darunter auch Regionspräsident Hauke Jagau, Oberbürgermeister Stefan Schostok und mehrere Firmenchefs.

Uni-Sportclub ist der erste Projektpartner

Erster Sponsor – bei der Leinewelle heißen sie Partner – ist der Universitätssportclub. Er hatte vor gut zwei Jahren seine Skihütte auf der Winkelmoosalm verkauft, das zuvor von Sportstudenten genutzt worden war. „§Durch den Verkauf sind wir liquide und haben nach einem neuen Projekt gesucht, das dem Sportstandort Hannover zugute kommt“, sagt Club-Präsident Ralf Mahler. „Wir sind uns sicher, dass die Leinewelle nicht nur die Attraktivität der Stadt hebt, sondern auch für die Förderung der 45.000 Studenten in Hannover eine tolle Bereicherung ist.“ Man handele derzeit Rabatte für die Studierenden aus, damit diese von Kursen und vergünstigten Tarife profitieren könnten.

So soll die Leinewelle am Altstadtufer aussehen. Quelle: Cityförster

Wie hoch genau die Unterstützung des Clubs ausfällt, die zunächst mit einem Letter of intend zugesagt ist, wird nicht kommuniziert. Die offiziellen Leinewellen-Partner aber verpflichten sich, Summen zwischen 200.000 und 600.000 Euro bereitzustellen. Geringere Beträge gelten als Spendenzusagen, nach Angaben des Vereins liegen bereits mehrere Zusagen in der Höhe zwischen 10.000 und 25.000 Euro vor. Insgesamt seien mehr als 300.000 Euro zusammengekommen, sagte Leinewellen-Schatzmeister Lorenz Hansen, im Hauptberuf Chef des Wohnungsunternehmen Gundlach.

Baustart der Leinewelle für 2020 geplant

Von mehreren Unternehmen und Institutionen gebe es bereits Absichtserklärungen, einen Beitrag zu leisten, deutet Vereinschef Heiko Heybey an. Vizechef Sebastian Stern sagt: „Wir bekommen in allen Gesprächen den Wert des Projektes gespiegelt und sind daher zuversichtlich, noch dieses Jahr die Finanzierung sicherzustellen.“ Ziel sei, „pünktlich zum erstmaligen Auftritt des Surfsportes bei Olympia 2020 mit dem Bau zu beginnen. Wer weiß, vielleicht kommt ja schon 2028 ein Medaillengewinner aus Hannover?“

Die Region hatte das Surfprojekt kürzlich genehmigt, mit dem eine künstliche Welle in der Leine neben der Brücke Schlossstraße installiert werden soll. Der Verein will sie betreiben, sie soll für die Öffentlichkeit nach Anmeldung zur Verfügung stehen. Fischereiverein Hannover und Landes-Anglerverband haben Widerspruch gegen die Genehmigung eingelegt und wollen im Zweifel dagegen klagen.

Rat unterstützt Leinewelle, gibt aber kein Geld

Der Rat der Stadt hat dem Vorhaben einmütig seine Unterstützung zugesagt, allerdings klargestellt, dass er kein Geld zur Verfügung stellen werde. Der Verein ist zuversichtlich, das Geld auch zu zusammenzubekommen. „Die Unterstützung für unsere Idee ist großartig“, sagt Vereinschef Heybey.

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Von Conrad von Meding