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Hannovers Unternehmer wollen für Kulturhauptstadt werben

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00:22 07.06.2019
„Was Hannover sexy macht, das nützt auch mir“: Unternehmer Andreas Berndt (Kaffeemanufaktur, v. li.), Detlef Wotschke (Flipstick) und Thomas Rätzke (Umweltdruckhaus) vom Wirtschaftsverein Pro Hannover Region mit Melanie Botzki, Oeds Westerhof und Inga Samii vom Kulturhauptstadtbüro. Quelle: Conrad von Meding
Hannover

„Kulturtouristen bringen Geld – aber Geld ist nicht einmal das Wichtigste bei solch einer Veranstaltung“. Wortreich haben Oeds Westerhof, Chefmanager von Hannovers Kulturhauptstadtbewerbung, und sein Team vor etwa 100 Mittelständlern beim Verein Pro Hannover Region (PHR) für das Großprojekt geworben. Am Ende haben sie nicht nur Zuspruch geerntet, sondern auch ganz praktische Angebote. Unter anderem dies: Thomas Rätzke vom Umweltdruckhaus sagte nach der Veranstaltung zu, 10.000 Werbeaufkleber für die Kulturhauptstadt Hannover zu drucken – kostenlos. „Das ist meine Spende für dieses Projekt“, sagte Rätzke und besiegelte das Präsent per Handschlag mit Kulturmanagerin Melanie Botzki.

Hannovers Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 nimmt Fahrt auf

Es scheint, als nehme die Bewerbung nach anfänglichen Querelen jetzt Fahrt auf. 2025 will Hannover als Europäische Kulturhauptstadt den Spieß umdrehen. Bisher galt die Auszeichnung stets als Förderung für schwächelnde Städte. Hannover aber zeigt sich im Bewerbungsverfahren als starke Stadt und will umgekehrt das schwächelnde Europa stärken. „Wir denken, das bringt Hannover unglaublich voran und wird viel Aufmerksamkeit bringen.“

Oeds Westerhof: Ein neues Wir-Gefühl ist entstanden

Wollen die Kulturhauptstadtbewerbung voranbringen: Oeds Westerhof (Kultuhauptstadtbüro), Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf und Birgit Fleeß, die für den Wirtschaftsverein Pro Hannover Region (PHR) im Beirat der Kulturhauptstadt sitzt. Quelle: Conrad von Meding

„Was Hannover sexy macht, nützt auch mir“

Beim Wirtschaftsverband Pro Hannover Region (PHR), in dem seit der Expo 350 Mittelständler organisiert sind, kam die Botschaft an. Andreas Berndt von der Kaffeemanufaktur bot an, seine beiden frisch erworbenen Ford-Transit-Feuerwehroldtimer mit dem bunten Logo der Kulturhauptstadt zu lackieren. „Ich bin ein Unternehmer, der seine Stadt mag“, sagt Berndt, „und was Hannover sexy macht, das nützt auch mir.“ Westerhof zeigte sich begeistert, man will einen Termin vereinbaren. Auch Detlef Wotschke vom Online-Sanitätshaus Activera fragte, ob er seine Stehhilfe Flipstick mit dem Logo der Kulturhauptstadt bekleben „und so für das tolle Projekt werben kann“. Dafür allerdings ist es offenbar noch zu früh. Das Kulturhaupstadtteam ist noch mit Bewerbungsfragen beschäftigt, Lizenzen für die Verwendung des Signets gibt es noch nicht.

Für geschenkte Aufkleber aber gilt das nicht. Für Thomas Rätzke vom Umweltdruckhaus ist die Verwendung auch schon klar: „Die bekommen die Vereinsmitglieder von Pro Hannover Region, damit sie sie auf ihre Briefumschläge kleben können.“ Der Funke für die Kulturhauptstadt scheint übergesprungen.

Lesen Sie auch diese Texte:

Januar 2019: So läuft die Bewerbung Hannovers zur Kulturhauptstadt 2025

März 2019: Mit diesem Slogan will Hannover Kulturhauptstadt werden

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Von Conrad von Meding

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