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Aus der Stadt Hannovers „Walk of fame“ kommt in den Rat
Hannover Aus der Stadt Hannovers „Walk of fame“ kommt in den Rat
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00:15 23.03.2019
Eine Computersimulation für den „Walk of Fame“ in der Georgstraße: So könnten die Platten aussehen. Quelle: Sebastian Peetz, Peetz & Peetz Design
Hannover

Vor einem Jahr hatte der Freundeskreis Hannover vorgeschlagen, einen „Walk of fame“ nach Hollywood-Vorbild auf Hannovers Georgstraße einzurichten. Gezeigt werden sollten dort auf Bronzeplatten die Konterfeis und Lebensdaten berühmter Hannoveraner, beginnend zum Beispiel mit Hannah Arendt, die ihre ersten Lebensjahre in Hannover verbracht hat. Ein Jahr lang hat sich kaum etwas bewegt, jetzt hat es ein erstes ernsthaftes Gespräch zwischen Freundeskreis und Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf gegeben. Ratsherr Tobias Braune macht das Projekt nun zum Thema in den Ausschüssen.

Kulturausschus soll „Walk of fame“ diskutieren

Am 26. April soll das Vorhaben erstmals im Kulturausschuss des Rates diskutiert werden. Wenn es keinen besonderen Beratungsbedarf in den Fraktionen gibt, könnte der Rat Ende Juni endgültig beschließen, hofft der fraktionslose Einzel-Ratsherr Braune. Sein Antrag sieht vor, den „Walk of fame“ ohne weitere Verzögerung einzurichten und den ersten Stern dem ehemaligen Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg zu widmen.

Nachdem der Freundeskreis 2018 mit der Idee an die Öffentlichkeit gegangen war, hatte es viel Zustimmung gegeben, aber auch Spott: Ob denn berühmte Hannoveraner mit den Füßen getreten werden sollten? Die Idee des Freundeskreis-Kuratoriumsmitglieds Wolf-Rüdiger Reinicke sah vor, derartige Platten durch den Fußwegbelag der Georgstraße ziehen, vom Kröpcke bis zum Aegi und vielleicht auch bis zum Steintor. Namen gibt es genug: Nach Arendt könnte man mit Rudolf Augstein fortfahren, der in Hannover das Magazin „Der Spiegel“ gegründet hat. Kekserfinder Bahlsen, Universalphilosoph Leibniz, Kurfürstin Sophie, Komponist Händel, Dada-Künstler Schwitters – in der Geschichte gibt es viele Persönlichkeiten mit Strahlkraft. Und auch bei aktuellen Prominenten ließe sich von ex-Kanzler Gerhardt Schröder bis zur Eurovision-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut einiges finden.

Stadtrundgang in Hannover mit dem Smartphone

Einer Idee des Designers Sebastian Peetz zufolge könnten die Platten zudem mit Technik aufgerüstet werden, sodass sich mehr Informationen zu den Promenten auf einem Smartphoneabrufen lassen. Die Finanzierung des Projekts allerdings ist noch völlig offen.

Lesen Sie auch:

2018: Der Vorschlag für den Walk of fame in Hannover

Bildergalerie: Die Entwürfe für den Walk of fame in Hannover

Von Conrad von Meding

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