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Hauptbahnhof Hannover: Maskenverweigerer wütet in Polizeiwache

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12:59 12.10.2021
Ein Maskenverweigerer hat am vergangenen Wochenende gleich zwei Mal in der Hauptbahnhofs-Wache der Bundespolizeidirektion Hannover gewütet.
Ein Maskenverweigerer hat am vergangenen Wochenende gleich zwei Mal in der Hauptbahnhofs-Wache der Bundespolizeidirektion Hannover gewütet. Quelle: Bundespolizeidirektion Hannover (Symbolbild)
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Hannover

Ein Maskenverweigerer hat am vergangenen Wochenende gleich zweimal in der Hauptbahnhofs-Wache der Bundespolizeidirektion Hannover gewütet. Wie die Behörde mitteilt, entschied ein Arzt letztendlich, dass der 27 Jahre alte Mann in eine psychiatrische Einrichtung muss – zu seinem eigenem Schutz.

Den Bundespolizisten fiel der Mann zum ersten Mal am Sonnabend im Hauptbahnhof Hannover auf. Dort trafen Beamte den 27-Jährigen gegen 22 Uhr bei einer Kontrolle ohne Mund-Nasen-Schutz an. „Von Beginn an zeigte sich der Mann bei der Identitätsfeststellung unkooperativ, zerriss seine Jackenbänder, ballte seine Hände zu Fäusten und folgte in keiner Weise den Aufforderungen der Streife“, sagt Kevin Müller, Sprecher der Bundespolizeidirektion.

Polizisten führten den Maskenverweigerer unter Zwang zur Dienststelle. „Dort sperrte er sich aktiv gegen die Maßnahmen. Bei der Durchsuchung wurde zudem eine griffbereite Rasierklinge aufgefunden“, sagt Müller weiter. Nach Abschluss der Identitätsfeststellung wurde er aus der Dienststelle entlassen.

Mann spuckt auf Beamte

Am Sonntagvormittag, etwa zwölf Stunden später, trafen Bundespolizisten den 27-Jährigen dann erneut ohne Maske im Hauptbahnhof an. Da er keine Ausweispapiere mit sich führte, begleitet er die Streife zunächst bereitwillig mit zur Wache. „Dort drehte er denn aber richtig auf“, sagt Müller. Aggressiv habe er er sich erneut gegen die Identitätsfeststellung und Durchsuchung gesperrt, sodass er habe gefesselt werden müssen. Daraufhin soll der 27-Jährige versucht haben, die Beamten mit Kopfstößen zu verletzen.

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Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an, weil der Verdacht auf Drogenkonsum bestand. „Währenddessen spuckte der aggressive Mann fortlaufend in Richtung der Bundespolizisten und schlug seinen Kopf gegen die Wand, um sich selbst zu verletzen“, sagt Müller. „Ihm wurde eine Spuckhaube aufgesetzt, und er wurde durch Beamte fixiert, damit er sich nicht selber verletzt.“

Gegen den Mann wird nun wegen zweifachen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Zudem erwarten ihn zwei Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Von Manuel Behrens