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Aus der Stadt Polizei fasst mutmaßlichen Vergewaltiger
Hannover Aus der Stadt Polizei fasst mutmaßlichen Vergewaltiger
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17:59 19.09.2018
Die Polizei nahm den 31-Jährigen am Dienstag in seiner Wohnung in Arnum fest, mittlerweile sitzt er in Untersuchungshaft. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover/Hemmingen

Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen, der im dringenden Verdacht steht, Mitte August eine 22-Jährige vergewaltigt zu haben. Wochenlang suchten die Ermittler nach dem Täter, letztlich führte eine DNA-Spur zum 31-jährigen Tobias H. Der Verdächtige sitzt mittlerweile wegen versuchten Mordes, Vergewaltigung und Raubes in Untersuchungshaft. Am Dienstag durchsuchte die Polizei die Wohnung des in Hannover geborenen Mannes.

Der 31-Jährige soll sein Opfer in der Nacht zum 19. August auf der Arnumer Straße zwischen Arnum und Harkenbleck vom Fahrrad gestoßen und mehrfach mit einem harten Gegenstand auf sie eingeschlagen haben. Anschließend soll H. die 22-Jährige in einen Graben gezogen und vergewaltigt haben. Nur, weil zufällig ein 46-Jähriger mit seinem Hund vorbeikam und die Hilfeschreie hörte, soll der 31-Jährige von der Frau abgelassen und die Flucht ergriffen haben. Aufgrund der Brutalität, mit der der Vergewaltiger aber bis dahin vorgegangen sei, „will ich mir nicht vorstellen, was ohne die Störung passiert wäre“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Verdächtiger schon mehrfach straffällig

Wegen der schweren Verletzungen, die das Opfer erlitt, stufen die Ermittler die Tat nicht nur als Vergewaltigung, sondern auch als versuchten Mord ein. Laut Klinge führte die „wochenlange, akribische Ermittlungsarbeit“ die Polizei zum 31-Jährigen, auch mit einem Phantombild war nach dem Täter gefahndet worden. Letztlich führten aber sichergestellte DNA-Spuren zum entscheidenden Treffer in der Polizeidatenbank. Dort ist H.s Profil gespeichert, da er schon häufiger mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. „Der Verdächtige ist für uns kein Unbekannter“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge.

Der 31-Jährige saß unter anderem bereits im Jugendarrest, so zum Beispiel 2011 ein ganzes Jahr wegen gefälschter Handyverträge. Seine Akte weist auch Strafen etwa wegen Körperverletzung und Schwarzfahrens auf, Sexualdelikte waren aber bislang nicht darunter. Nach der Jugendarrestzeit versuchte sich H. zunächst als Rapper und wollte weg vom kriminellen Leben. Lange währte das aber offenbar nicht, laut Oberstaatsanwalt verbüßte H. zuletzt Anfang des Jahres eine kurzzeitige Freiheitsstrafe.

Völlig unauffällige Familie

Nachbarn in Arnum beschreiben die gesamte Familie als völlig unauffällig. Großmutter, Tochter, Sohn und Enkel leben demnach in dem unscheinbaren Haus mit kleinem Garten. Man grüße sich stets höflich, mehr aber auch nicht. Den Polizeieinsatz am Dienstag bekam in der Nachbarschaft aber nahezu jeder mit. Eine Anwohnerin dachte zunächst, mit der Großmutter sei etwas passiert. Ein anderes Gerücht im Ort vermutete zwei Tote.

Die Spurensicherung untersuchte Haus und Garten bis in den Abend, laut Oberstaatsanwalt Klinge wurde „umfangreiches Beweismaterial“ mitgenommen, darunter Kleidung. „Alles wird jetzt ausgewertet und wir erhoffen uns weitere Hinweise“, sagt Klinge. Tobias H. beschreitet dagegen die gesamten Vorwürfe. „Weitere Angaben macht er aber nicht“, so Klinge. Auch gegenüber dem Haftrichter habe sich der 31-Jährige am Mittwoch nicht näher geäußert.

Von Peer Hellerling

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