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Aus der Stadt Hannovers edelstes Geschäft geht: Hermès schließt
Hannover Aus der Stadt Hannovers edelstes Geschäft geht: Hermès schließt
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00:15 05.02.2019
Mitte Februar ist Schluss: Hermès-Kunden müssen künftig nach Hamburg fahren. An der Luisenstraße zieht ein Geschäft für Herrenoberbekleidung ein. Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Es ist wohl die feinste Adresse Hannovers für Leder- und Seidenwaren sowie Accessoires: Seit 15 Jahren residiert die Pariser Luxusmarke Hermès in der Luisenstraße. Mitte Februar endet der Geschäftsbetrieb. Die Zentrale hat alle hannoverschen Kunden informiert, dass man künftig zum Shoppen an den Neuen Wall in Hamburg reisen muss. Damit verlässt Hannovers wahrscheinlich teuerstes Geschäft die Stadt. Bei Hermès gibt es Ledertaschen für fünfstellige Eurobeträge, erlesene Seidentücher, ausgefallene Krawatten und Luxus-Einrichtungsgegenstände.

Hermès äußert sich nicht zum Standort Hannover

Das Unternehmen selbst äußert sich nicht zum Umzug, Fragen werden tagelang nicht beantwortet. Dem Vernehmen nach hat der Fortgang nichts damit zu tun, dass die Hannoveraner zu wenig Luxus kauften. In der Zentrale aber verfolgt der neue Chef eine neue Strategie: Hermès-Artikel sollen nur noch an großen Metropolenstandorten verkauft werden, wo das gesamte Sortiment präsentiert werden kann. Dafür war der 150-Quadratmeter-Laden in der hannoverschen Luisenstraße schlicht zu klein.

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„Luisenstraße bleibt Qualitätsstraße“

Hotelier Veit Pagel, Vorstand der Interessengemeinschaft Luisenstraße, ist trotzdem sicher: „Die Luisenstraße bleibt die Qualitätsstraße Hannovers.“ Edelgeschäfte wie Bogner und die Boutique Chopard säumen die schicke Straße, Hannovers einziges Fünfsternehotel ist ansässig, der Rotonda-Wirt Antonio Origolo hat sein gleichnamiges Bistro an „der Luise“ eröffnet. Auch mit Mieterhöhungen, wie sie gerade bei der Schließung der großen Esprit-Filiale an der Georgstraße eine Rolle gespielt haben sollen, habe die Hermès-Aufgabe nichts zu tun, betont Pagel.

Mick`s“ von Mick Möller ist Nachfolger

Und es gibt bereits einen Nachfolger für das bisherige Hermès-Ladengeschäft. Mick Möller, dessen Eltern das Möller und Möller an der Joachimstraße betreiben, will im August sein „Mick´s“ mit hochwertiger Herrenoberbekleidung eröffnen.

Korrekturhinweis

In einer früheren Version dieses Textes war zu lesen, dass das Hermès-Geschäft in Hannover 240 Quadratmeter groß sei und dass das Unternehmen angeblich auch seine Standorte in Nürnberg und auf Sylt schließen wolle. Diese Information ist falsch, darauf weist die Hermès-Kommunikation hin. Sie hatte zuvor nicht auf eine Anfrage der HAZ mit Fragen zur bevorstehenden Schließung geantwortet. Wir bitten, die Fehlinformation zu entschuldigen. Die Quadratmeterzahl in obenstehendem Text ist korrigiert, alle anderen Angaben im Text sind richtig.

Von Conrad von Meding