Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Herta-Meyer-Haus feiert 20 Jahre
Hannover Aus der Stadt Herta-Meyer-Haus feiert 20 Jahre
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:24 30.07.2018
Martina Linke (Bildmitte, rechts) und Regine Kramarek mit Bewohnern.
Martina Linke (Bildmitte, rechts) und Regine Kramarek mit Bewohnern. Quelle: Kaune
Anzeige
Herrenhausen

Herta und Alfred Meyer waren weitsichtig denkende Menschen. Frühzeitig hatte das Ehepaar verfügt, dass sein Erbe älteren Menschen zugute kommen soll. So ist es geschehen: Vor 20 Jahren wurde mithilfe des Nachlasses der beiden Spender in der Berggartenstraße das städtische Seniorenzentrum Herta-Meyer-Haus eröffnet. Und die zwei vergangenen Jahrzehnte waren beim diesjährigen Sommerfest ein doppelter Anlass zum Feiern.

Auch Hannovers Bürgermeisterin Regine Kramarek gratulierte. „Das Herta-Meyer-Haus hat einen guten Ruf, es strahlt in den Stadtteil aus“, lobte sie. Darüber freute sich nicht nur Heimleiterin Martina Linke, die das Pflegeheim seit den Anfängen führt. Sie berichtete, dass am heutigen Standort früher Obstbäume gestanden hätten. Noch immer ist die Lage geprägt von viel Grün: Gegenüber gibt es Kleingärten. Auch Anekdoten aus der Bauphase wusste Linke zu berichten: „Die Heizkörperthermostate sollten in einer Höhe von 2,20 und 2,60 Meter angebracht werden – da hätten unsere Bewohner und Mitarbeiter immer ein Höckerchen dabeihaben müssen.“ Diese Planung konnte rechtzeitig korrigiert werden.

Heute leben 76 Bewohner im Herta-Meyer-Haus, von denen ein großer Teil beim Sommerfest zu Gast war. Das Team hatte ein liebevolles Programm mit Basteleien, Kegeln und Tombola vorbereitet. Eddy, der fliegende Holländer, unterhielt die Seniorinnen und Senioren mit Musik von der Hammond-Orgel und frechen Späßen: „Heute wurde schon so viel gegessen, da gibt es kein Abendbrot mehr.“ In der Tat stand ein üppiges Büfett bereit – aus der hauseigenen Küche. Diese sei anfangs nicht eingeplant gewesen, sagte Linke. Doch der damalige Abteilungsleiter fand, es sei besser, täglich frisch zu kochen, als sich das Essen anliefern zu lassen.

Das Herta-Meyer-Haus ist eines von sechs städtischen Alten- und Pflegezentren. Es bietet eine vollstätionäre Pflege sowie Kurzzeitpflege an.

Von Juliane Kaune