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Aus der Stadt Ideenexpo-Macher präsentierten Programm
Hannover Aus der Stadt Ideenexpo-Macher präsentierten Programm
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00:20 17.03.2019
Der Aufsichtsratsvorsitzende Volker Schmidt begrüßt Schülerzeitungs-Reporter aus sechs Bundesländern, die über die Ideen-Expo berichten. Quelle: Fotos: Frank Wilde (2)
Hannover

Bei der ersten Ideenexpo vor zwölf Jahren hätten die teilnehmenden Aussteller ihr Engagement noch eher als Beitrag zu einem guten Zweck verstanden, erinnert sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. „Das hat sich komplett gewandelt. Mittlerweile kommen sie aus Eigennutz, weil sie sich Nachwuchskräfte sichern wollen“, erklärt er. Besuche man die Technikschau auf dem hannoverschen Messegelände, habe man das Gefühl, zu einer großen Party zu gehen: „Ich habe mich dort noch nie gelangweilt“.

Das Motto: Mach doch einfach

Für große Unternehmen wie den Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen ist die Ideenexpo laut Ausbildungsleiter Martin Waitz „ein fester Termin im Jahreskalender“. Der ist in diesem Jahr für die Zeit vom 15. bis zum 23. Juni notiert, wenn die siebte Auflage unter dem Motto „Mach doch einfach“ über die Bühne geht. Mehr als 270 Aussteller sind dabei, erwartet werden mindestens 300.000 Besucher, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Ideen-Expo, Volker Schmidt, bezeichnet die Schau als das europaweit größte Technikevent. „Wir sind aber keine klassische Messe, sondern in erster Linie eine Mitmachveranstaltung“, betont er.

Die Ideenexpo hat sich längst zu einer der besucherstärksten Veranstaltungen auf dem Messegelände gemausert. Quelle: Tobias Kleinschmidt

Am Donnerstag haben die Organisatoren um Schmidt und Geschäftsführer Olaf Brandes das Programm präsentiert – jedenfalls das der beteiligten Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Mit dem für die Konzerte, die zuletzt ebenfalls Großveranstaltungen waren, halten sie noch hinter dem Berg. Verteilt über vier Hallen gliedert sich die Ideenexpo in zwölf Themenbereiche, darunter auch einige neue.

Willkommen in der „Coding-World“

In den „Digitalen Welten“ etwa bieten Unternehmen und Hochschulen in einer sogenannten Coding-World Workshops zum Programmieren und Testen an. In einem E-Sport-Bereich wollen sie zeigen, dass Wettkampf in Computerspielen nicht nur Spielerei ist. Im „Media Lab“ wird demonstriert, wie Inhalte von Filmen, Hörfunkbeiträgen oder Zeitungsartikeln entstehen. Im „Lebensraum“ sind die Naturwissenschaften zentrales Thema; die „Klimazone“ widmet sich unter anderem dem Klimawandel und der Erderwärmung.

Ein Kettcar fährt autonom

Wer Interesse an einem Schnellkursus samt Geschicklichkeitstest im Schweißen hat oder am Bau eines dreiteiligen Hockers aus Holz hat, muss sich im „Produktionskosmos“ umschauen. Breiten Raum nehmen die „Mobilitätsmeile“ und die „Mobilitätsarena“ ein. Ausprobieren kann man dort jede Menge – unter anderem ein autonom fahrendes Kettcar. Im „Energiefeld“ werden Fliesen liegen, die Energie erzeugen, wenn jemand über sie läuft. 50 Jahre nach der ersten Mondlandung ist die „Mission Moon“ ins Programm aufgenommen worden. Eine weitere Premiere auf der Ideenexpo erlebt der Robocup, die Junior-Europameisterschaften der Robotik in den drei Disziplinen Fußball, simulierte Rettungseinsätze und Präsentation einer Bühnenshow.

Spezielle Angebote für Mädchen

Zielgruppen der Ideenexpo sind Schüler und Jugendliche ab Jahrgangsstufe 5 mit dem Schwerpunkt auf den Jahrgangsstufen 7 bis 13 sowie Eltern und Lehrkräfte. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem weiblichen Nachwuchs, weil der in den technischen Berufen nach wie vor unterrepräsentiert ist. Laut Statistiken der Arbeitsagentur und der Arbeitgeberverbände stellen sie 15 Prozent der Beschäftigten und etwas mehr als 11 Prozent der Auszubildenden in diesem Bereich – aber immerhin schon 28 Prozent der eingeschriebenen Studenten.

Auf der Ideenexpo wird es ein Camp für Mädchen mit gezielten Informationsmöglichkeiten geben. Die Organisatoren bieten Führungen zu Ausstellern an, die Programme für weibliche Nachwuchskräfte aufgelegt haben. Ferner sind spezielle Workshops im Angebot sowie die Möglichkeit, Frauen zu treffen, die Führungspositionen im technischen Bereich inne haben.

Von Bernd Haase

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