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Aus der Stadt 41 Millionen Euro für Hochborde und Gleise
Hannover Aus der Stadt 41 Millionen Euro für Hochborde und Gleise
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00:22 08.02.2019
Infra-Geschäftsführer Christian Weske (hinten) und Prokurist Martin Vey zeigen die Pläne für die Stadtbahn nach Hemmingen. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Rund 41 Millionen Euro umfasst das Bauprogramm der für Stationen und Strecken der Stadtbahn zuständigen Infrastrukturgesellschaft (Infra) für das laufende Jahr. Von der Gesamtsumme fließen nach Angaben von Geschäftsführer Christian Weske 21 Millionen Euro in neue Anlagen, der Rest in Sanierungen und Instandsetzungen. Nachdem die oberirdische Strecke durch die Innenstadt nach vier Jahren Bauzeit Ende vergangenen Jahres termingerecht fertig geworden ist, nimmt mit der Verlängerungsstrecke von Hannover nach Hemmingen das nächste Großprojekt Fahrt auf. „Wir basteln daran schon seit einiger Zeit, aber bald beginnt der Gleisbau“, sagt Weske. Ein Überblick über die wichtigsten Vorhaben.

Stadtbahntrasse Hemmingen: Sie ist in zwei Abschnitte eingeteilt – einen von der Wallensteinstraße bis zur Stadtgrenze Hannovers und einen zweiten bis zum Endpunkt in Hemmingen-Westerfeld. Im hannoverschen Teil beginnt Mitte des Jahres der Gleis- und Straßenbau in der Göttinger Chaussee. „Wir werden den Straßenraum fast komplett von Hauswand zu Hauswand bearbeiten“, kündigt Infra-Prokurist Martin Vey an. Weil auch das abschnittsweise geschieht, bleibt für den Autoverkehr immer mindestens eine Fahrspur je Richtung offen. Der Gleisbau auf Hemminger Gebiet beginnt im kommenden Jahr. Insgesamt dauert das Projekt bis 2023. Die Neubaustrecke ist dann knapp 3,4 Kilometer lang, hat sechs Haltestellen und wird nach derzeitigem Stand 61 Millionen Euro kosten. „Gestartet sind wir vor einigen Jahren bei 53 Millionen Euro, aber seitdem sind die Baupreise allgemein gestiegen“, sagt Vey.

Gleisbau in der Vahrenwalder Straße:Nach Angaben der Infra halten Stadtbahngleise je nach Beanspruchung zwischen 30 und 50 Jahren, bevor sie abgefahren sind und erneuert werden müssen. In der Vahrenwalder Straße ist das im Abschnitt zwischen dem Alten Flughafen und Wiesenau auf einem gut 1000 Meter langen Teilstück der Fall. Das bisher vorhandene Schotter- wird deshalb zwischen August und September durch ein Rasengleis ersetzt. Dafür muss die Strecke der Linie 1 in diesem Bereich an einigen Tagen komplett gesperrt werden.

Hochbahnsteige: Neubauten werden in diesem Jahr nicht begonnen, dafür gibt die Infra beim laufenden Sanierungsprogramm Gas. Von Januar bis Juni lässt sie die Beläge der Anlagen Büttnerstraße, Dragonerstraße und Am Sauerwinkel ausbessern, bis Dezember folgen dann Niedersachsenring, Vahrenwalder Platz, Fiedelerstraße und Bothmerstraße. Zum vor Ort umstrittenen Hochbahnsteigbau in der Limmerstraße sagt Weske: „Es liegen Standortbeschlüsse von Rat und Regionsversammlung vor, dafür arbeiten wir die Planungen ab“. Baubeginn sei frühestens im Jahr 2022.

Kleinere Gleiserneuerungen und Weichen: Ein Dutzend Projekte stehen verstreut über das Stadtgebiet auf der Liste. Betroffen ist auch einmal mehr der Bereich am Pferdeturm. Dort lässt die Infra im Sommer noch das stadteinwärts führende Gleis auf der Hans-Böckler-Allee zwischen Pferdeturm und Clausewitzstraße erneuern.

Ein Fest für die City-Strecke

Auf der oberirdischen Stadtbahnstrecke durch die Innenstadt rollen die Bahnen seit Jahresende. Zwar müssen in den kommenden Monaten noch Gehwege im Bereich des Raschplatzes, an der Goseriede, vor dem Verwaltungsgebäude der Üstra und in der Goethestraße fertiggestellt werden, aber die Infra feiert das Mammutprojekt trotzdem schon einmal öffentlich. Am Sonnabend, 16. Februar, spielen von 11 bis 15 Uhr am Steintor die Street Paraders Swing und Dixieland. Außerdem gibt es die obligatorischen Reden zum Zuhören, warme und kalte Getränke zum Trinken sowie Bratwürste, Kürbissuppe und Süßkartoffel-Pommes zum Essen.

Von Bernd Haase

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