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Aus der Stadt Der Bewegungs-Pass bremst das Elterntaxi aus
Hannover Aus der Stadt

Initiative für Verkehrssicherheit - Der Bewegungs-Pass bremst das Elterntaxi in Hannover aus

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19:30 13.06.2019
Die Initiative Bewegungs-Pass zieht in der Kita Bugenhagen Bilanz – und lobt den Verzicht auf das Elterntaxi. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Die Initiative Bewegungs-Pass hat kurz vor den Ferien eine erste Bilanz gezogen. Das Bündnis, bestehend aus Verkehrswacht, Stadt- und Regionssportbund, der Stiftung Hannoversche Volksbank, Region Hannover und der HAZ-Redaktion motiviert Kinder, zu Fuß oder mit dem Rad und Roller zur Schule, zum Kindergarten und zum Sportverein zu kommen. „Mehr als die Hälfte der Kinder in der Region Hannover wird in der Regel mit dem Auto zur Schule oder zum Kindergarten gebracht“, erklärte der Wirtschaftsdezernent der Region, Ulf-Birger Franz, in der Kita Bugenhagen. „Wir möchten zeigen, dass es gesünder ist, zu Fuß zu gehen.“ Insgesamt 17.474 Pässe wurden an 47 Vereine ausgegeben. Insgesamt 42 Kindergärten und 61 Schulen beteiligten sich seit Jahresbeginn. „Wir möchten aktiv die morgendliche Situation vor den Kindergärten und Schulen entschärfen und werben für Sicherheit, Bewegung und frische Luft“, sagte Marko Volck von der Stiftung Hannoversche Volksbank.

Kinder sammeln Unterschriften

Der ausgezeichnete Bewegungs-Pass ist leicht verständlich. Für jeden Tag, an dem das Kind den Hin- und Rückweg zu Schule oder Kindergarten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller bestreitet, unterschreiben die Eltern im Bewegungs-Pass. Bei 20 Unterschriften gibt es eine Überraschung. Zudem können die Kinder bis zum 21. Juni Stempel für Schwimm- oder Sportabzeichen sammeln. Sie nehmen so an einer Verlosung von attraktiven Preisen teil, die am Entdeckertag am 8. September durchgeführt wird.

Kinder machen auf dem Schulweg Entdeckungen

Die Kinder der Kita in der Südstadt zeigen sich vom Projekt begeistert. „Ich fahre mit dem Roller und sammle so Unterschriften. Ich bin so viel an der frischen Luft“, sagte der sechsjährige Leandro. „Ich schau mir auf dem Schulweg immer die Verkehrsschilder an“, erzählte der fünfjährige Hagen. „Und ich hab beim Schulweg mal Knallerbsen an einem Strauch entdeckt“, sagte der sechsjährige Bruno. Die stellvertretende Leiterin, Brigitte Schacht Kuklinski, lobte die Initiative. „Oft ist die Grobmotorik der Kinder nicht gut entwickelt.“ Da helfe jede zusätzliche Bewegung. Und auch die Sportvereine profitieren von der Initiative. „Wir kommen schon früh mit den Kindern in Kontakt und können sie fördern“, sagte die Geschäftsführerin des VfL Eintracht Hannover, Mareike Wietler. „Aber natürlich kann man auch ohne Vereinsbindung mitmachen“, sagte Dagmar Ernst vom Regionssportbund. Das Projekt soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

Von Jan Sedelies

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