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Aus der Stadt Nähwerkstatt für Flüchtlinge startet neu
Hannover Aus der Stadt Nähwerkstatt für Flüchtlinge startet neu
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15:26 15.01.2019
Helfer der Initiative „Unter einem Dach“ renovieren die neuen Räume in der Lilienstraße. Quelle: Frank Schinski
Nordstadt

 Die Initiative „Unter einem Dach“, die Flüchtlinge per Praktikum auf eine Ausbildung vorbereitet, hat vorübergehend Räume in der Nordstadt gefunden. Die Gruppe bezieht mit ihrer Textilwerkstatt eine rund 180 Quadratmeter große ehemalige Kutscherhalle in einem Hinterhof in der Lilienstraße 16. Die kleine Initiative hat vor rund drei Jahren begonnen, für Flüchtlinge Praktika zur beruflichen Orientierung zu organisieren. Rund 60 Praktikanten haben seitdem einen Workshop für Holz oder Metall mitgemacht, 20 der Teilnehmer sind in Ausbildung oder Arbeit gekommen. Diese Workshops laufen zunächst weiter in den Werkstätten des Kreativ-Zentrums Hafven.

Helfer renovieren neue Räume der Initiative „Unter einem Dach“ in der Lilienstraße.

In den gemieteten Räumen, die die Gruppe gerade renoviert, soll die Nähwerkstatt unterkommen. Für Flüchtlinge soll es außerdem Deutschunterricht geben sowie Nachhilfe für die Berufsschule und Hilfe bei Behördenangelegenheiten. „Wir wollen die Räume auch für Veranstaltungen nutzen und zum Austausch mit anderen Initiativen“, sagt Alexandra Faruga, die „Unter einem Dach“ gemeinsam mit Iyabo Kaczmarek angeschoben hat. Die Nähwerkstatt hatte zuletzt in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Maritim ihren Platz, das die Gruppe im Herbst verlassen musste. Die Initiative hofft, die neuen Räume in der Nordstadt Ende Januar zu eröffnen.

Die Initiatorinnen wollen aus der Textilwerkstatt langfristig eine Produktionsstätte entwickeln, die Kleinserien für Designer herstellt, und damit Arbeitsplätze schaffen. Denn viele Flüchtlinge weisen in dem Metier Berufserfahrung auf, einen nennenswerten Arbeitsmarkt gibt es hierzulande jedoch nicht. Beim Netzwerk Kre-H-tiv der Wirtschaftsförderung Hannover-Impuls ist die Idee dennoch auf Interesse gestoßen. Bisher reichen kleine Aufträge allerdings nur gelegentlich für Minijobs.

Faruga und Kaczmarek suchen für die Initiative längerfristig einen Ort, der Platz für alle Werkstätten sowie Büro, Lernen und Veranstaltungen bietet. Sie verhandeln aktuell über Räumlichkeiten in Linden. Die Region Hannover unterstützt die Gruppe nun zunächst beim Ausbau der Räume in der Nordstadt und den Nebenkosten.

Von Bärbel Hilbig

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