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Aus der Stadt Innenminister Pistorius: „Die Ausgangssperre kommt, wenn nichts anderes hilft“
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Innenminister Pistorius zu Corona: „Die Ausgangssperre kommt, wenn nichts anderes hilft“

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15:14 19.03.2020
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) informiert zur Corona-Lage in Hannover. Quelle: Screenshot NDR
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Hannover

Niedersachsen will massiv Polizeikräfte einsetzen um einzuschreiten, wenn sich Menschen trotz aller Corona-Erlasse und -Ermahnungen noch in größeren Gruppen versammeln. Dazu will die Landesregierung auch Einsatz-Hundertschaften hinzuziehen, falls das nötig sein sollte. „Die Lage ist außerordentlich ernst, weil wir nicht wissen, wohin uns diese Krise in den nächsten Wochen und Monaten führen wird“, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) bei der täglichen Lage-Information der Landesregierung und ihres Krisenstabes. Die ausgesprochenen Empfehlungen seien an Klarheit nicht zu überbieten. „Ich bin einigermaßen entsetzt über Szenen, wo Großeltern sich mit ihren Enkeln auf Supermärkten eng drängeln“, sagte Pistorius und fügte an: „Das ist keine Übung und erst recht kein Spiel. Das ist bitterer Ernst.“

Wenn diese Disziplinlosigkeit anhalte, dann werde man über den nächsten Schritt nachdenken. Damit meint Pistorius: Gastro-Betriebe grundsätzlich zu schließen. Auf Nachfrage, warum er das Wort „Ausgangssperre“ nicht verwende, antwortete der Innenminister: „Die Ausgangssperre wird kommen, wenn wir feststellen, dass alles andere nicht hilft.“ Diese Maßnahme bleibe allerdings die „Ultima Ratio“. Sie werde kommen, wenn sich nicht alle an die Vorgaben halten. Dann gebe es keine Alternative mehr. Bei späteren Nachfragen, präszisierte Pistorius sinngemäß, dass diese neue Lage eintrete, wenn sich das Verhalten der Menschen bis zum Wochenende nicht deutlich ändere.

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