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Aus der Stadt 186 Bullifahrer demonstrieren gegen Diesel-Fahrverbote
Hannover Aus der Stadt 186 Bullifahrer demonstrieren gegen Diesel-Fahrverbote
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13:50 06.04.2019
Die Polizei ließ die Bullis nur in 20er Gruppen fahren, damit die Verkehrsbeeinträchtigungen in der Stadt im Rahmen blieben. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Bullifahrer aus Hannover und der Umgebung haben am heutigen Sonnabend gegen die Dieselfahrverbote protestiert. Am Vormittag versammeln sich die Teilnehmer auf dem Schützenplatz. Die Polizei rechnete mit mehr als 200 Fahrzeugen. Am Ende fanden sich 189 Bullis auf dem Schützenplatz ein. Von dort fuhren die VW-Fans mit ihren Wagen durch die Innenstadt und Teile der Südstadt. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus der Region Hannover, sondern waren auch aus Hamburg, Osnabrück, Berlin und Köln angereist. Wegen der Fahrt durch die Innenstadt kam es zu Verkehrsbehinderungen und kurzzeitigen Straßensperren. Die Polizei begleitete die Demo mit Motorrädern und – Bullis.

Protest gegen Dieselfahrverbote

Die Organisatoren mussten eine Sondergenehmigung bei der Stadt Hannover beantragen, für die Bullis, die an der Demo teilnehmen wollten und die keine grüne Plakette hatten. „Die Genehmigung haben wir am Freitag gegen 12 Uhr bekommen“, sagt Marc Seelig, der Organisator des Protestes. Rund ein Viertel der teilnehmenden Fahrzeuge benötigten diese Sondergenehmigung.

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Auch eine von den Organisatoren geplante Zwischenkundgebung am Maschsee wurde untersagt. „Vor einem Monat haben wir in Berlin demonstriert, das war das alles wesentlich einfacher“, sagt Seelig. Der Protest der Bullifahrer, die sich über eine Seite auf der Internetplattform Facebook organisiert haben, gegen die aus ihrer Sicht herrschende Willkür bei den Dieselfahrverboten. „Jede Zigarette verursacht mehr Feinstaub als ein T5“, sagt Marc Seelig. Zudem seien die Messmethoden beim Feinstaub sehr fragwürdig.

Die Polizei hatte die Bullifahrer vor dem Protest darauf hingewiesen, dass sie nur in Gruppen von je 20 Wagen durch die Stadt fahren durften, damit die Behinderungen des übrigen Verkehrs so gering wie möglich blieben. Gegen 13 Uhr war die Protestrundfahrt und damit auch die Demonstration beendet. Im Mai will Marc Seelig wieder einen Bulliprotest organisieren. Dann sollen sich die Gegner der Dieselfahrverbote in einer Stadt im Ruhrgebiet treffen.

Von Tobias Morchner

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