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Aus der Stadt So lernen Eltern mehr über eine gesunde Ernährung
Hannover Aus der Stadt

Internationales AWO-Projekt: So lernen Eltern mehr über eine gesunde Ernährung

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08:42 28.10.2019
Udo und Ricarda Niedergerke (Zweite von rechts) informieren sich über das Ernährungsprojekt. Quelle: privat
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Farkan aus dem Irak findet besonders interessant, dass man Haferflocken so vielfältig verwenden und sogar gesunde Kekse daraus backen kann. Ranya Mohamed aus Syrien schätzt es, mit anderen Frauen gemeinsam zu kochen. „Wenn alle zusammensitzen, kann man voneinander lernen“, sagt sie. Die Frauen sind zwei von 17 Teilnehmern, darunter neun Frauen und acht Kinder, des AWO-Gesundheitsprojekts bunt&gesund zum Thema gesunde Ernährung. Es wendet sich an Eltern und Kinder, die sich regelmäßig im Internationalen Elterntreff am Mühlenberg und dem Elterntreff List/NordOst treffen. Das Projekt wird von der Ricarda-und-Udo-Niedergerke-Stiftung gefördert. Die Familien stammen aus dem Irak, Libanon und Syrien.

Von Lebensmitteln bis zur Zahnpflege

In den Elterntreffs tauschen die Teilnehmer Erfahrungen, spielen mit den Kindern und erhalten Antworten auf Alltagsfragen oder zu Erziehungsthemen. „In der täglichen Arbeit ist aufgefallen, dass Ernährung ein wichtiges Thema für die Eltern ist, das Wissen darum aber oftmals fehlt“, sagt Sozialarbeiterin Freya Schäfer. „Wir sind daher froh, dieses Angebot durch die Förderung der Stiftung realisieren zu können“, betont Gabriele Schuppe, AWO Fachbereichsleiterin Bildung, Qualifizierung, Teilhabe. So wird gemeinsam eingekauft und in den Räumen der AWO-Familienbildung am Deisterkreisel in Linden-Süd gekocht. Es geht auch um die Grundlagen der Ernährung, die Herkunft von Lebensmitteln oder die richtige Zahnpflege.

„Nur was Eltern über eine gesunde Ernährung wissen, können sie an ihre Kinder weitergeben“, sagt AWO-Mitarbeiterin Jana Steinke, die die Gruppe leitet. In den ersten beiden Tagen der Aktionswoche beschäftigt diese sich mit Inhaltsstoffen von Lebensmitteln. Mit Pyramiden aus Zucker wird deutlich gemacht, wie viel (versteckter) Zucker darin steckt. Am dritten Tag wird mit einer Ernährungsexpertin gekocht, unter anderem Gurkensalat, Linsen-Tomaten-Suppe, Apfelmus-Haferflocken-Kekse und Gemüse-Pizza, auch selbst gebackene Brötchen gehören dazu. Beim Abschlussessen werden Rezepte der Frauen aus den Herkunftsländern auf den Gesundheitsaspekt geprüft. Die Frauen verwenden viele frische Kräuter, ein Punkt, den sie an der deutschen Küche bemängeln: Dort werde zu wenig mit Kräutern und Zitrone gewürzt, dafür aber viel Salz verwendet.

Übergewicht vorbeugen

„Neuste Studien beweisen, dass die Grundlagen für Übergewicht und damit verbundene Folgeerkrankungen im Alter von ein bis sechs Jahren gelegt werden. Gesunde Ernährung ist so immens wichtig, um hier von Anfang an gegenzusteuern“, sagt Mediziner Udo Niedergerke. „Das ist ein nachhaltiges Projekt, dem hoffentlich noch viele folgen werden“, ergänzt seine Frau.

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