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Aus der Stadt Israelfeindlich: Plakate der Partei Die Rechte in der Kritik
Hannover Aus der Stadt

Israelfeindlich: Plakate der Partei Die Rechte sollen abgehängt werden

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17:16 18.05.2019
Symbolbild. Quelle: dpa
Hannover

 Die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Hannover hat angesichts judenfeindlicher Plakate zur Europawahl die Justiz kritisiert. Bereits am 10. Mai habe die örtliche Arbeitsgruppe der Gesellschaft bei der Staatsanwaltschaft in der niedersächsischen Landeshauptstadt Anzeige erstattet. Eine Woche später habe sie darauf noch keine Reaktion erhalten, teilte die Deutsch-Israelische Gesellschaft am Sonnabend mit. „Die Parolen der Neonazis sind schlimm. Die ausbleibenden angemessenen Reaktionen von Staat und Gesellschaft sind schlimmer“, heißt es in der Stellungnahme.

Das Wahlplakat der rechtsextremistischen Partei „Die Rechte“ trägt den Slogan „Israel ist unser Unglück! Schluss damit!“ und ist überall in Deutschland zu sehen. Am Freitag hatte die evangelische Regionalbischöfin Petra Bahr aus Hannover kritisiert: „Das ist die Verschiebung des Sagbaren in Richtung Volksverhetzung und ein Angriff auf die Staatsraison.“ Antisemitismus sei keine politische Meinung.

Forderung: Plakate abhängen

Bahr, frühere Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), forderte die Stadt Hannover auf, die Plakate abzuhängen. Sie erinnerten in fataler Weise an die Parole „Die Juden sind unser Unglück“ des Berliner Geschichtsprofessors Heinrich von Treitschke (1834-1896), den sich später die Nationalsozialisten zu eigen gemacht hätten.

Auch der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, kritisierte am Freitag, die Parole sei „eine bewusste Anspielung auf dunkelste Zeiten des Judenhasses in unserem Land.“ Jüdische Gemeinden und der baden-württembergische Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume protestierten ebenfalls bereits öffentlich gegen die Plakate.

 

Von RND/epd

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