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Aus der Stadt Juwelier Wempe feiert Jubiläum
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Jubiläum: Juwelier Wempe feiert 50-jähriges Bestehen in Hannover im Künstlerhaus

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08:30 22.11.2019
Illustre Runde: Kim-Eva Wempe (Zweite von links) feiert das Jubiläum mit Niclas Füllkrug (links), dessen Frau Lisa und Geschäftsführer Stephan Frank im Künstlerhaus. Quelle: Ilona Hottmann
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Hannover

Wenn Kim-Eva Wempe über ihren Beruf spricht, gerät sie schnell ins Schwärmen: „Es macht einfach Freude, mit Dingen zu arbeiten, die bleiben“, sagt die Inhaberin des Juweliergeschäfts Wempe – und erzählt von edlen Materialien und gediegener Handwerkskunst, aber auch von den Kontakten mit Kunden und Mitarbeitern. „Ich bin glücklich mit dem, was ich tue“, sagt die 57-Jährige, und man glaubt es ihr aufs Wort.

Seit genau 50 Jahren bietet der Familienbetrieb in der Georgstraße Luxusschmuck und exklusive Uhren für den gehobenen Geschmack und den großen Geldbeutel an: Rolex, Cartier, Patek Philippe. Im vergangenen Jahr ging hier eine Herrenuhr für 240.000 Euro über den Ladentisch – ein Sammlerstück.

Party mit Diamantschmuck

Zum Jubiläum wurde das Geschäft jetzt stylisch umgestaltet. „Wir haben es auf die Beautyfarm geschickt“, sagt Geschäftsführer Stephan Frank. Und es gab eine stilvolle Geburtstagsparty: Rund 120 Gäste – darunter Opernintendantin Laura Berman, Ballettdirektor Marco Goecke sowie der ehemalige 96-Publikumsliebling und jetzige Werder-Bremen-Spieler Niclas Füllkrug und seine Frau Lisa – feierten bei Livemusik der Band Munique im Künstlerhaus. Die Besucher bestaunten dabei eine Ausstellung von exklusivem Diamantschmuck. Preiswerter als die Ringe und Armreifen ist jene auf 50 Exemplare limitierte Sportuhr, die Wempe zum Jubiläum kreiert hat: Sie zeigt Hannovers Rathaus und kostet 2675 Euro – davon gehen jeweils 500 Euro an die Kinder- und Jugendstiftung Pro Chance.

Das Traditionsunternehmen für Uhren und Schmuck an der Georgstraße in Hannover feiert Jubiläum.

Reisewecker in der Stadt versteckt

Als Wempe 1969 nach Hannover kam, versteckte das Team Gutscheine für Reisewecker in der Stadt. Wer einen fand, war zur Eröffnung eingeladen. Das Familienunternehmen war da längst ein Traditionsbetrieb: Anno 1878 gründete Gerhard D. Wempe im Haus seiner Tante in Elsfleth eine Uhrenwerkstatt. Er hatte Erfolg und eröffnete weitere Niederlassungen, unter anderem 1907 in Hamburg, wo heute das Stammhaus ist. Sein Sohn Herbert baute das Familienunternehmen aus, etablierte eine eigene Chronometerfertigung. Dessen Sohn Hellmut wiederum trat 1950 mit gerade 18 Jahren in den Betrieb ein und machte diesen zu einem internationalen Unternehmen mit Niederlassungen in der Fifth Avenue in New York und der Georgstraße in Hannover.

34 Niederlassungen weltweit

Seit 2003 führt Kim-Eva Wempe die Geschäfte. Die Hamburgerin kaufte eine verfallene Sternwarte in Glashütte und richtete dort eine Ausbildungsstätte für junge Uhrmacher ein. Exklusiven Schmuck lässt sie in Schwäbisch Gmünd fertigen. „Wir sind vom Händler zum Produzenten geworden“, sagt sie. Heute gibt es 34 Wempe-Niederlassungen von Peking bis Paris, zwei weitere kommen in den nächsten Monaten dazu. Ihr Sohn Scott, 23, arbeitet mittlerweile in der IT-Abteilung mit, die Tochter Chiara, 21, in der Bauabteilung. Ein Familienunternehmen mit Zukunft. „Wir hoffen, dass wir auch in 50 Jahren in der Georgstraße präsent sind“, sagt die Unternehmerin. Schließlich sei Hannover eine „hochattraktive Stadt“.

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Von Simon Benne

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